Ab heuteLiebeserklärung: 21 gute Gründe für die Diagonale

Endlich wieder Kino und Filmfestival: Nach der Absage 2020 kehrt die Diagonale 2021 heute nach Graz zurück. Warum Sie das auf keinen Fall versäumen sollten.

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Könnte zum Publikumshit mutieren: "Sargnagel - Der Film" über die und mit der Autorin Stefanie Sargnagel © Anna Hawliczek/Carolina Steinbrecher
 

1. Gute Projektion!
Bei der Diagonale wünscht einem immer irgendjemand vor der Vorführung „Gute Projektion!“. Nach der langen Kino-Abstinenz geht das heuer runter wie Öl.


2. Leinwandstars
Bis Sonntag kann man sich von morgens bis 22 Uhr Filmen ausliefern. Frühe Vögel starten am Freitag um 6.30 Uhr im KIZ Royal mit Johann Lurfs neuester Version von „*“, einer chronologisch gereihten Montage von Sternenhimmeln aus 637 Filmen. Besser ist der Morgen nie.


3. Herzensnummern
Aus Nacht- werden Abendeulen. Der abgespeckte Club Diagonale lädt Mittwoch, Freitag und Samstag zu „Listening Sessions“ ins Hotel Wiesler, wo Filmschaffende wie Barbara Albert bis zur Sperrstunde um 22 bzw. 24 Uhr Lieblingssongs auflegen.


4. Soundtrack
Am Freitag ab 19 Uhr läuft das Musikvideoprogramm 1 sowie Johannes Gierlingers „The Fortune You Seek Is in Another Cookie“ mit Livevertonung. Am Samstag steht nebst Musikvideoprogramm 2 ein Sitzkonzert mit Dorian Concept x Prcls auf dem Programm.


5. Doppelt hält besser
Heute startet die Diagonale zwei Mal (13.30/18.30 Uhr) mit Arman T. Riahis eindringlichem Coming-of-Age-Drama „Fuchs im Bau“ im größten Kinosaal des Landes: der List-Halle.


6. Fortsetzung
Diese wird erstmals auch am Mittwoch bespielt: mit den Uraufführungen „Me, We“ mit Neo-Buhlschaft Verena Altenberger und Lukas Miko sowie „Sargnagel – Der Film“ über und mit Stefanie Sargnagel sowie u. a. Hilde Dalik. Große Leinwand für großes Kino.

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7. Premierenfieber
108 Filme laufen im Wettbewerb, darunter viele Porträts über prägnante Persönlichkeiten wie Zirkusdirektor Bernhard Paul („Ein Clown: ein Leben“), Bodybuilderin und Domina Tischa Thomas („I Am the Tigress“) oder den 2020 verstorbenen Fassbinder-Mimen Volker Spengler („Highfalutin“).

8. Rollentausch
Voodoo Jürgens hat das Fach gewechselt. Nebst Auftritt in „Sargnagel“ stellt sich David Öllerer in „Another Coin for the Merry-Go-Round“ von Hannes Starz an der Seite von Valerie Pachner als Schauspieler vor.
9 Leinwandliebe. Nach Festivalpremieren oder Streamingstarts sind Evi Romens „Hochwald“, Ulrike Koflers Netflix-Drama „Was wir wollten“ oder Jürgen Klaubetz’ „Die Farbe des Chamäleons“ endlich auch auf der Leinwand zu sehen.



10. Oscar-Ehre
Noch vor dem Kinostart zu erleben: Jasmila Zbanics wuchtiger, oscarnominierter Thriller „Quo Vadis, Aida“ über die letzten Tage vor dem Srebrencia-Massaker. Sa., 15.30 Uhr, Annenhof Kino 7.


11. Kinokrimi
Es ist ihr dritter ORF-Landkrimi: In Catalina Molinas „Das Flammenmädchen“ ermitteln Manuel Rubey und Stefanie Reinsperger wieder in Salzburg. Do., 17 Uhr, Annenhof Kino 2.


12. Binge-Watching
Nach der Berlinale gastiert David Schalko mit seiner neuen Sky-Serie „Ich und die anderen“ in Graz. 240 Minuten Roadmovie zu „Gehirnwindungen“. Aber, Achtung! Die Verkehrslage sei laut Schalko „unübersichtlich.“ Fr., 17 Uhr, Annenhof Kino 7.

13. Canale Diagonale
Für alle Cinephilen, die nicht nach Graz kommen können, gibt es heuer Online-Premieren und Diagonale-Programm bei drei Streaminganbietern: Flimmit, dem Kino VOD Club (je 11. 6. – 11. 7.) sowie Dafilms (8. – 22. 6.).

14. Red’ ma drüber!
Experimentelle Filme lassen einen gerne mit einem Fragezeichen zurück. Kein Problem. Weil beim Reden die Leut’ zamm kommen, entspinnen sich traditionell nach dem Abspann wunderbare Debatten.
15 Im Dialog. Die bei der Berlinale für ihr Lebenswerk geehrte Regisseurin Ulrike Ottinger diskutiert mit Barbara Zeman über ihr Figurengedicht „Paris Calligrammes“ – und sie ist nicht der einzige illustre Gast. Mi., 19 Uhr. Schubertkino.

16. Überraschungseier
Programm wälzen hin oder her: Am aufregendsten ist es, sich ohne Vorwissen in einen Film zu trauen, um danach euphorisiert, überwältigt, erschrocken oder klüger zu sein. Besondere Empfehlung: für je fünf Kurzspielfilm- und Kurzdokumentarfilm-Programme und sechs Mal innovativer Film.

17. Hinter den Kulissen
Premierenstimmung im Saal inklusive Tränen und Applaus: Bei Publikumsgesprächen lassen Filmschaffende oft hinter die Kulissen blicken.

18. Personale
2021 ist diese der Filmemacherin Jessica Hausner gewidmet. Nebst ihrem jüngsten Cannes-Film „Little Joe“ gibt es ein Wiedersehen mit ihren studentischen und Arbeiten ihres Œuvres.

19. Geburtstagsgruß. Zum 75er der Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek im Herbst gratuliert die Diagonale mit einem Mini-Special und zeigt den Film zu ihrem ersten Drehbuch „Ramsau um Dachstein“ für die ORF-Reihe „Vielgeliebtes Österreich“. Ein Stück TV-Geschichte von 1970.


20. Publikumspreis. Sie ist die wichtigste Auszeichnung, denn das Publikum wählt: Jener der Diagonale wird von der Kleinen Zeitung vergeben, ist mit 3000 Euro dotiert und die Zuschauerinnen und Zuschauer voten via Einriss im Ticket.

21. Noch mehr Gründe. 21 Punkte sind natürlich viel zu wenig. Das Programm: diagonale.at

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