Die Unwetter im vergangenen Jahr haben im Bezirk Völkermarkt starke Spuren hinterlassen. Das Bild der Kirche von St. Marxen ohne Kirchturm ging durch die Medien, nachdem der verheerende Sturm vom 17. Juli für schwere Schäden gesorgt hatte. Danach gab es beinahe wöchentlich Unwetter mit Starkregen. Der Höhepunkt der Wassermassen wurde Anfang August 2023 erreicht, als es zu starken Überflutungen und Hangrutschen kam. Menschen mussten ihre Häuser verlassen und konnten teilweise erst Monate später zurückkehren.
Auch die Katastrophenschäden am Wegenetz waren massiv. Die Schäden belaufen sich auf rund 5,2 Millionen Euro, was kärntenweit der höchste Betrag im Hinblick auf die Unwetter 2023 ist. „Das ländliche Wegenetz ist eine unverzichtbare Infrastruktur. Jeder Euro, den wir in den Erhalt und Ausbau investieren, bedeutet mehr Lebensqualität für die Menschen in den Regionen“, hebt Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber (ÖVP) hervor. Das Agrarreferat unterstützt die Aufarbeitung mit 1,56 Millionen Euro, zusätzlich zum regulären Arbeitsprogramm.
Auch die Müllnerner Brücke über die Vellach zwischen Drabunaschach und Müllnern, die die Gemeinden Gallizien und Sittersdorf/Žitara vas miteinander verbindet, wird wieder instandgesetzt. Die Kosten belaufen sich auf 660.000 Euro, das Agrarreferat des Landes steuert 247.500 Euro bei. Auch Teile der Straße in Frankenberg in Völkermarkt wurden unterspült und weggerissen. Heuer werden die Sanierungsarbeiten fortgesetzt, die Kosten belaufen sich insgesamt auf 255.000 Euro. 63.760 Euro werden über das Agrarreferat des Landes gefördert. Die Verbindungsstraße in Remschenig in der Gemeinde Eisenkappel-Vellach/ Železna Kapla-Bela wird im Laufe des Jahres ebenfalls fertig saniert. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf 120.000 Euro, die Förderhöhe seitens des Agrarreferates des Landes beträgt 25 Prozent.
80 weitere Bauprojekte
Daneben werden heuer auch rund 80 Bauprojekte im klassischen Arbeitsprogramm im Bezirk Völkermarkt realisiert. Die Baukosten dafür werden rund 1,74 Millionen Euro betragen, wovon die Förderung aus dem Agrarreferat rund 850.000 Euro beträgt. Darunter etwa der Lippitzbacherweg in der Gemeinde Ruden, der auf einer Länge von 660 Metern saniert wird. Die Baukosten belaufen sich auf 220.000 Euro, wovon 40 Prozent seitens des Agrarreferates des Landes gefördert werden. Ein Teil des Weges wird im Rahmen der Arbeiten verlegt und neu gebaut. Ende Mai oder Anfang Juni 2024 sollten die Arbeiten abgeschlossen sein.