Um halb vier Uhr früh klingelte in den Häusern Ulbing in Drobollach und Landskron der Wecker. Der Auftritt von Snowboarderin Daniela Ulbing im Parallel-Risesenslalom nahte. "Um 3.40 Uhr startete die Quali“, erzählt Vater Hubert. Aber nicht im Fernsehen, sondern nur als quälender Liveticker im Internet. "Nach der Info ,Start’ zählte ich bis 40, so viele Sekunden sollte ein Lauf dauern. Dann drückte ich auf ,aktualisieren’ und hoffte, dass Dani als Laufsiegerin aufschien. Sie tat es. Erst ab halb acht Uhr stieg der ORF ein. "Zugleich kam auch Toni Hofer, mein Jugendfreund.“ Gemeinsam mit Ulbing und seiner Frau Claudia wurden die Läufe verfolgt. Mitzählen war nicht mehr nötig, das übernahm ab jetzt der ORF. Als Silber feststand, köpfte Hofer die erste Flasche Sekt.
Daniela Ulbing
Mutter fungierte als Zeitnehmerin, der Vater als Torrichter
Die Drobollacherin Daniela Ulbing gewann bei Olympia in Peking Snowboard-Silber. Die Familie erzählte, wie sie das Rennen verfolgte und welche Mühen sie schon auf sich nahm.
© Matic Klansek