Mitarbeitermangel Wörthersee-Gastronomie in Hochsaison zu Ruhetagen gezwungen

Personalmangel zwingt Kärntner Gastronomie in die Knie. Hunderte offene Stellen alleine am Wörthersee, Betriebe müssen tageweise schließen. Hotspot Velden vor großen Herausforderungen.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Betriebe suchen händeringend Mitarbeiter © Fotolia
 

Die Fakten lassen sich nicht mehr schön reden, eine Lösung scheint in weite Ferne gerückt. Den gastronomischen Betrieben in Kärnten geht die Luft aus. Der Grund dafür ist ein Mitarbeitermangel, der sich durch alle Bereiche und Lokalitäten zieht.

Kommentare (50)
Guccighost
0
24
Lesenswert?

Mein Onkel

hat schon vor 3 Jahren einen Ruhetag eingeführt obwohl im Saisongebiet was man sich früher nie vorstellen konnte..
anderes wird's auch nicht mehr gehen.
es gibt aber auch Vorteile für den Betrieb.
Viele werden merken dass zwar der Umsatz dadurch gesunken ist aber am ende des Jahres der Gewinn nicht viel anderes ist.
Man benötigt weniger Mitarbeiter die sonst die freien Tage vertreten müssten.
Der Ruhetag bringt eine gewisse Ruhe in den Betrieb wo in der Hochsaison oft die Nerven blank liegen.
Die Zeiten wo der Wirt von 7 Uhr bis Mitternacht ständig für den Gast bereit war sind endgültig vorbei.
Ich weiss viele haben dass noch nicht akzeptiert aber anders wirds nicht mehr gehen.

Nickl1
0
32
Lesenswert?

Nicht

Jammern, besser wäre es die Angestellten ordentlich zu entlohnen. Jobangebote in der Kleinen Zeitung für z.B. Gastronomie 1550 bis 1600 € brutto Kollektiv, Überzahlung möglich. Wie soll man da das Leben bestreiten. TISCHLER 1500€ netto. Industriearbeiter um die 2000 € netto. Logisch, dass die Angestellten abwandern. Also höhere Löhne zahlen, dann werden die Leute auch wieder zum Arbeiten kommen. Betriebe mit gerechter Entlohnung haben keine Probleme.

derschwarze
1
6
Lesenswert?

Dazu braucht es aber auch

eine Preisgestaltung. Das Wiener um 3,90 in den Möbelhäusern ist wettbewerbsverzerrend. Ein Wiener um 6,50 mit Salat und Pommes ebenso. Um Löhne wie in der Industrie bezahlen zu können, wird es auch Gäste brauchen, die die Preise auch bezahlen. Es wird von den Konsumenten immer kritisiert, dass zu wenig bezahlt wird, aber die Speisen wollens geschenkt haben.

HeWa66
0
1
Lesenswert?

Von

dieser Gastronomie spricht hier aber keiner.
In Velden, oder um den See, findest das Schnitzel nicht.
Das ist momentan die natürliche Auslese.
Wer gute Küche serviert, bekommt auch was dafür.
Auf der Strecke bleibt eben oft das Personal. Der in der Küche steht, bekommt auch vom Trinkgeld nix ab.
Sind halt viele schwarze Schafe dabei, die jetzt ihre Rechnung serviert bekommen.

walter1955
5
31
Lesenswert?

hat da

nicht ein Salzburger wirt 3,5 mio schwarzgeld gemacht ?
also der Branche kann es nicht so schlecht gehen

Schindelschwinger
10
58
Lesenswert?

Endlich

Endlich hat sich das Blatt gewendet.
Arbeitnehmer lassen sich nicht mehr ausbeuten.
Den Hotelbesitzern hat man das Coronageld hinten und vorn reingeschoben .
Gebt einen Teil an die Mitarbeiter weiter und ihr werdet Personal finden.

mtttt
8
7
Lesenswert?

Unsinn

aber auch. Jeder Koch verdient deutlich mehr als ein HTL Absolvent, von einer HAK Absolventin gar nicht zu sprechen. Nur, wer will noch Arbeitsnomade sein. 5 Monate Wörthersee, dann 5 Monate Schigebiet. Nichts für Familien. An der Bezahlung allein liegt es nicht. 6 Monate beschäftigen bei vollem Lohn geht auch nicht, bei 40 Tagen Schönwetter und Vollbetrieb. Kosten darf es ja auch nichts.... Wird sich weiter zum Schlechteren aendern, eine Lösung habe ich nicht parat.

dude
0
13
Lesenswert?

Die Küchenchefs, lieber mttt, die teilweise wie Popstars gehypt werden,

... sind ein nicht sehr repräsentatives Beispiel in der Gastro! Die bekommen Irrsinnsgehälter! Da haben Sie vollkommen recht! Aber die Gastronomie benötigt noch viele, viele weitere Mitarbeiter wie Servicepersonal, Küchenhilfen, Abwäscher, etc. Seit der Aufnahme dieser Spezies vor einigen Jahren in die Liste der Mangelberufe aufgenommen wurde, wurden Türen und Tore und Grenzen für ausländisches Billigpersonal hemmungslos geöffnet. Die waren bereit um JEDEN Preis in Österreich zu arbeiten. Die Lohnspirale dreht sich weiter nach unten und verdrängte das ehem. Gastro-Personal, das in andere Branchen umsattelte.
Das rächt sich jetzt!

GustavoGans
0
20
Lesenswert?

Was verdient ein Durchschnittskoch

bei einer 38,5 Woche (Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr bei einer Stunde Mittagspause)?
Die Meisten weniger als ein HTL Absolvent.
Ein Koch verdient auch nur bei unchristlichen Arbeitszeiten und bei vielen, vielen Überstunden halbwegs anständig.

Guccighost
7
4
Lesenswert?

@Gustav

das stimmt das ist das grösste Problem.
Die Gastro Unternehmer auch wenn sie wollen können mit Löhnen im Beamten und Staatsbetrieben nicht konkurrieren.
dazu ist das Preisniveau im Tourismus viel zu niedrig.
Teurer kann man aber auch nicht werden dann hast den Betreib leer.
Ich hab keine Ahnung wie dass zu lösen ist.

Peterkarl Moscher
3
43
Lesenswert?

Wahrheit tut weh !

Jahrelanges Ausbeuten der Mitarbeiter, schlechte Unterkünfte, Überstunden ohne
Ende und zweifelhafte Personalverpflegung. Dann wundern wenn diese Leute in den
Handel oder in die Industrie wechseln weil sie berechtigter Weise auch das Anrecht auf ein Familienleben haben .
Alte Regel, man bekommt alles zurück !!!!

Gairwolf
2
61
Lesenswert?

War auch 22 Jahre im Gastgewerbe

Bei meinem letzten Vorstellungsgespräch 2010 hätte ich als Zahlkellner in Saisonstelle 6 Tage Woche 48 Stunden, Teildienst ohne Logie, 20 km zur Arbeit 1200 Euro Netto verdient bin dann in die Industrie als Schichtarbeiter und verdiene seitdem das Doppelte.

Civium
19
8
Lesenswert?

Ja davon ging bei dir kein

Malediven oder Helikopter Ski Urlaub in Kanada aus.

Civium
6
67
Lesenswert?

Früher gingen Leute leidenschaftlich gerne auf

Saison arbeite, damals konnte man ohne ordentliches Geld verdienen, heute werden die Leute mit Kolektivlöhnen abgespeist.
Macht eure Jobs attraktiver, dann kriegt ihr auch Leute, die gerne arbeiten.

derschwarze
0
0
Lesenswert?

Ja genau, dann zahlt auch für eure Zeche

ordentlich.

Lodengrün
23
12
Lesenswert?

Und dann gibt’s die willigen Migranten

die es für Apfel und Ei machen würden, die dürfen aber nicht. Jetzt kommen die Stundungen von SVA und Finanzamt auf sie zu. Das wird nicht lustig.

Xervus
1
24
Lesenswert?

Mehr zahlen….

…. und nicht auf billige Arbeitskräfte aus dem Ausland setzen. Wennst dir keine österreichischen Arbeitskräfte leisten kannst brauchst auch kein österreichischer Unternehmer sein.

jaenner61
2
12
Lesenswert?

ja genau, für einen apfel und ein ei lodengrün

und sie sind dann der erste der schreit, dass die leute ausgebeutet werden. wobei, unter kv dürften sie ohnehin nicht arbeiten, so gesehen stimmt ihr posting ohnehin nicht. aber ich hatte in letzter zeit das „vergnügen“ einer so ähnlichen bedienung, keiner am tisch hat bekommen was er bestellt hat. ein wenig professionalität (und sprachkenntnisse) müssen schon vorhanden sein!

Guccighost
14
11
Lesenswert?

wahrscheinlich, da kennt sich jemand aus...

die dürfen, wollen nicht arbeiten, und die nicht dürfen, wollen arbeiten, ha ha ha ich lach mich tot

Civium
4
43
Lesenswert?

Doppelte Löhne zahlen, die Leute müssen bei diesen

Andrang auch das doppelt arbeiten.
Unattraktiv sind die Jobs am See auch deshalb , weil viele nur für 2 Monate eingestellt werden.
Mitte September dürfen die meisten ihre Abrechnung abholen und das AMS darf alle auffangen.
Aber das kümmert die Unternehmer, dann auch nicht mehr.

gonde
0
17
Lesenswert?

Das selbe Spiel wurde auch jahrzehntelang in der Bauwirtschaft gespielt.

Über Winter wurde gestempelt und damit von den übrigen Arneitenden bezahlt!

GustavoGans
7
20
Lesenswert?

Doppelt ist noch zu wenig

Auf der Saison solltest wegen der Stress schon Mal ein höheres Grundgehalt haben. Sagen wir Mal 1.800 brutto (ist eh zu wenig). Dann für die doppelten Stunden nochmals 1.800 drauf. Danach für die Überstunden nochmals mindestens 50% drauf. Dann sind wir Mal bei 4.500 brutto. Dann noch ein paar Zuschläge für Feiertagsarbeit, 6 Tage Woche usw. Also ein regulärer Monatsverdienst wäre nach einer Abrechnung durch die Arbeiterkammer bei ca. 5.000 Brutto (ein schwer aber ehrlich verdientes Geld). Tatsächlich bekommen für Mitarbeiter aber einen Bruchteil davon.

Guccighost
20
12
Lesenswert?

ja natürlich!!!

dann kostet das Schnitzi aber auch ein bisschen mehr Herr Gans, Werdens das dann auch bezahlen!!!!!!

GustavoGans
7
13
Lesenswert?

Und wer sagt,

dass ein Servicemitarbeiter unter Kollektiv arbeiten gehen muss? Herr Gucci?

Guccighost
1
8
Lesenswert?

Frau Gucci!!

Erstens Frau Gucci, und zweitens wer heute in der Gastro noch in Kollektivlöhnen denkt, ist sowieso am falschen Dampfer!!!

GustavoGans
3
1
Lesenswert?

Sorry wegen der falschen Bezeichnung

Für was stehen sie überhaupt in der Diskussion.
Weiter unten schreiben sie, dass die mir kein Wort glauben (Auf ihre Antwort warte ich immer noch).
Sind sie dafür, dass Mitarbeiter in der Gastro korrekt bezahlt werden oder nicht?

 
Kommentare 1-26 von 50