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Appell eines Hoteliers"Wir wollen arbeiten und nicht dem Staat am Säckl liegen - dafür brauchen wir eine Perspektive"

Erwin Berger, Eigentümer und Geschäftsführer des Ressorts Feuerberg auf der Gerlitzen, verlangt eine klare Strategie. "Gerne auch mit verpflichtenden Tests für die Gäste".

KdT Erwin Berger Hotel Mountain Resort Feuerberg Gerlitzen Alpe Bodensdorf Mai 2017
Erwin Berger, Chef des Hotel Mountain Resort Feuerberg auf der Gerlitzen © (c) Markus Traussnig
 

Wenn Erwin Berger auf das vergangene Jahr zurückblickt, stellt sich bei ihm - allen Widrigkeiten zum Trotz - so etwas wie Dankbarkeit ein. "Wir waren ab dem 16. März im Lockdown, konnten am 29. Mai öffnen und hatten eine gute Sommersaison und mussten am 2. November wieder schließen", erklärt der Geschäftsführer und Eigentümer des Resorts Feuerberg auf der Gerlitzen. Dass er nicht klagt, hat damit zu tun, dass ihm klar ist, "dass wir es weit schlechter hätten treffen können. Wirtschaftlich und auf gesundheitlicher Ebene".

"Die Hilfsmaßnahmen der Regierung helfen der Branche enorm, das sollte niemand verschweigen", mahnt er zur Demut. Und dennoch geht er nun in die Offensive: "Wer glaubt, es genügt Unternehmern einen Umsatzersatz zu kassieren, versteht das Wesen des Betriebes nicht. Wir wollen etwas leisten und nicht dem Staat am Säckl liegen, unsere Mitarbeiter wollen wieder sinnstiftend arbeiten - aber dafür braucht es eine Perspektive." Er will das aber nicht als "Branchen-Lobbying " verstanden wissen, vielmehr fordert er strenge Regelungen ein, die mittelfristig einen sicheren Betrieb ermöglichen. "Wir hatten im Herbst zwei Mal pro Woche PCR-Testungen bei den Mitarbeitern, zudem hat ein großer Teil unseres Teams täglich Antigentests absolviert. Damit konnten proaktiv immer noch Fälle herausgefiltert werden. Dieses Testen hat sich bestens bewährt und könnte auch richtungsweisend für anreisende Urlauber sein.", sagt Berger und legt nach: "Am Ende kostet eine verpflichtende Teststrategie für Gäste und Mitarbeiter weit weniger als ein weiterer Lockdown." Er geht in seiner Forderung sogar noch weiter: "Touristische Betriebe haben eine Verpflichtung hier als Vorreiter mitzuwirken. Förderungsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen und im eigenen Betrieb Tests zu verweigern, das passt nicht zusammen."

Zur Person

Erwin Berger ist ausgebildeter Psychotherapeut. Vor über zehn Jahren übernahm er den elterlichen Hotelbetrieb auf der Gerlitzen und baute daraus den Feuerberg. In dieser Zeit wurden mehr as 40 Millionen Euro investiert. Das Hotel hat 120 Zimmer, 140 Menschen haben hier einen Ganzjahresarbeitsplatz. Die Auslastung liegt das ganze Jahr über bei 100 Prozent.

Unverständnis äußert Berger - der auch Anteile an den Gerlitzen Seilbahnen hält - über das Wettern gegen FFP2-Masken beim Lifttransfer. "Ob man sich nun einen Schal über das Gesicht zieht, weil es kalt ist, oder eine Maske trägt, macht doch wirklich keinen Unterschied", sagt Berger. „Und wie hervorragend das funktionieren kann, wenn alle mitwirken, hat man über die Feiertage auf der Gerlitzen Alpe gesehen.“

Das Bilderbuch-Panorama auf der Gerlitzen können derzeit nur Tagesgäste genießen Foto © (c) MS Photography by Michael Stabentheiner

 

Kommentare (4)
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mimilucki
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Ich hätte eine Frage

Ich würde sehr gerne bald wieder in den Urlaub fahren. Was mich allerdings beschäftigt, ist folgende Frage : Ich habe ein Hotel gebucht, ich mache den vorgeschriebenen Coronatest und das Ergebnis ist positiv. Wie schaut es dann mit Stornogebühren aus? Bleib ich auf den Kosten sitzen, brauche ich eine Versicherung, die sich aber sehr ziert, wenn es um Bezahlung geht oder such ich mir das Hotel erst nach dem negativen Test. Ausgebuchte Hotels werden heuer wohl die Ausnahme sein.

wischi_waschi
8
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Look Down


Der Staat hat kein Geld , das Geld wird nur gedruckt , unsere Kinder und Kindes-Kinder werden das bezahlen müssen.

Diese Regierung hat alles falsch gemacht , was man nur falsch machen kann, punkt.
Besser wäre gewesen , alle Hoteliere hätten zusammen gehalten , öffnen mit den ganzen Abstands- Regeln , was kann dann die Regierung machen? Nichts
Das gilt natürlich auch für andere Betriebe.........
Ohne Arbeit , werden wir halt das ganze nicht schaffen , so einfach ist das........

walterkaernten
8
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CORONATESTS

Ich denke auch, dass es keine alternative zu den tests gibt, solange nicht ein sehr hoher prozentsatz der bevölkerung geimpft ist.

Allein in EUROPA wird wegen der grundrechte diskutiert.
Im prinzip ist das richtig und gut, aber im falle CORONA ist das NICHT hilfreich

Dem VIRUS ist das EGAL was wir diskutieren.
Da VIRUS sucht derzeit MENSCHEN in denen es sich vermehren kann.

TESTEN und IMPFEN sind die einzigen möglichkeiten um grossen schaden für GESUNDHEIT, WIRTSCHAFT und FRIEDEN abzuwenden.

Es ist leider so.

Deshalb:
ABSTAND halten
MASKEN tragen
HÄNDE waschen
TESTEN wo es geht
IMPFEN sobald es möglich ist.

Hako2020
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4
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Finde

dann den Fehler.
Israel über 1 Million,Österreich gerade mal 6000 Impfungen.