So haben sich zwei Freunde aus Graz ihren Ausflug nach Villach nicht vorgestellt. Nach dem Eishockeyspiel des EC IDM Wärmepumpen VSV gegen die Graz99er am vergangenen Dienstag wurden sie außerhalb der Halle von einer Gruppe Jugendlicher angegriffen, bedroht und um ein Trikot gebracht.
„Wir waren richtig geschockt“
Der Frust über das Ausscheiden der Villacher dürfte bei einigen Besuchern in Kombination mit Alkohol eskaliert sein. Die beiden Grazer, die nicht im Auswärtssektor, sondern auf Sitzplätzen saßen, verließen nach Spielende die Halle über den Osteingang. „Plötzlich sind uns Jugendliche nachgegangen, haben uns bepöbelt, mit Bier angeschüttet, bespuckt und einen von uns gegen die Wand gedrückt“, schildert einer der Betroffenen. Dabei sei ihnen ein Trikot entwendet worden.
Die beiden suchten umgehend Hilfe beim Sicherheitspersonal, ein Einsatzleiter überprüfte die Situation vor Ort, konnte die Gruppe jedoch nicht mehr antreffen. Anschließend wurde der Vorfall von der Polizei aufgenommen. Es sei der einzige angezeigte Vorfall an dem Abend gewesen. Einer der Betroffenen zeigt sich fassungslos: „Eishockey sollte ein Familiensport sein, wo man gemeinsam gewinnt oder verliert. Ich verstehe nicht, warum man sich so daneben benehmen muss.“
Verein verurteilt Gewalt in und vor der Halle
VSV-Geschäftsführer Martin Winkler zeigte sich auf Anfrage betroffen: „Es gibt leider immer schwarze Schafe.“ Man verurteile ein solches Verhalten klar. Sollten Täter identifiziert werden, drohen Konsequenzen: „Wenn die Behörden an uns herantreten, werden diese Personen auch ein Hallenverbot erhalten. Eishockey soll ein Familiensport sein.“ Villach habe laut Winkler in der Liga die meisten Hallenverbote.