In Maria Gail soll erstmals im Bezirk eine sogenannte Schulstraße umgesetzt werden. Ziel ist es, die Verkehrssituation vor der Volksschule und dem Kindergarten deutlich zu entschärfen und die Sicherheit für Kinder zu erhöhen. Das Pilotprojekt steckt jedoch noch in den Kinderschuhen.

Seit 2022 gibt es Schulstraßen in Graz und Wien

Das Konzept ist einfach. An Schultagen wird die Straße 30 Minuten vor Unterrichtsbeginn für Autos gesperrt. Ausgenommen sind Einsatzfahrzeuge. Die Sperre erfolgt mittels Scherengitter, die täglich aufgestellt werden. Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen, müssen auf sogenannte Elternhaltestellen außerhalb der Zone ausweichen.

Schulstraßen sind in Österreich kein neues Modell. In Graz etwa wurde das Konzept nach der 33. Novelle der Straßenverkehrsordnung 2022 erstmals umgesetzt und seither auf mehrere Standorte ausgeweitet. Auch in Wien gibt es seitdem immer mehr Schulstraßen. Ziel ist es, den letzten Abschnitt des Schulwegs sicherer zu machen und das Verkehrsaufkommen direkt vor der Schule zu reduzieren.

Umsetzung nur mit Freiwilligen möglich

Für die Umsetzung ist jedoch Unterstützung nötig. Freiwillige sollen täglich beim Aufstellen der Sperren helfen. Interessierte können sich bis 10. April bei der Verkehrsplanung der Stadt, beim Planungsbüro oder direkt bei der Schulleitung melden. „Die Sicherheit der Kinder hat in unseren Planungen die oberste Priorität. Bitte helfen Sie mit“, appelliert Stadtrat Sascha Jabali-Adeh (Erde).

Ob das Pilotprojekt dauerhaft umgesetzt wird, entscheiden die politischen Gremien. Parallel dazu sind auch Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung entlang der Abstimmungsstraße geplant. Dort sollen mit Pollern und farbigen Bodenmarkierungen eine Erhöhung der Sicherheit und eine Reduktion der tatsächlichen Fahrzeuge erzielt werden.