Rund 3000 Fahrzeuge täglich, enge Fahrbahnverhältnisse und kaum Platz für sichere Geh- oder Radwege prägen die Abstimmungsstraße zwischen Tschinowitsch/Turdanitsch und Maria Gail. Seit Jahren fordern Anrainerinnen und Anrainer Maßnahmen gegen zu schnellen Durchzugsverkehr. Nun scheint Bewegung in die Sache zu kommen. Es liegen Detailplanungen und Beschlüsse für eine Verkehrsberuhigung vor, die Umsetzung könnte noch im Frühjahr starten.

Zuletzt wurde im Juli 2025 bei einem Bürgerforum über das Thema diskutiert. Damals wurden vor allem Geschwindigkeitsüberschreitungen, der starke Pendlerverkehr Richtung Infineon sowie unsichere Bedingungen für Fußgänger kritisiert. Das Planungsbüro „Rosinak und Partner“ verwies auf die geringe Straßenbreite, die größere bauliche Eingriffe erschwere. Vorgeschlagen wurde zunächst eine optische Verkehrsberuhigung durch farbliche Markierungen wie Halbbögen. Diese sollten den Straßenraum verengen und so das Tempo reduzieren. Als nächste Stufe wurde eine Begegnungszone mit Tempo 20 ins Spiel gebracht.

Poller und farbige Bodenmarkierungen sollen die Durchfahrt weniger attraktiv machen und so für weniger Verkehr sorgen
Poller und farbige Bodenmarkierungen sollen die Durchfahrt weniger attraktiv machen und so für weniger Verkehr sorgen © KK/Consens

Die nun präsentierten Pläne greifen zentrale Punkte davon auf. Geplant sind Fahrbahnverengungen durch Poller sowie Bodenmarkierungen entlang der gesamten Strecke. Ziel ist es, den Durchzugsverkehr zu verlangsamen und die Straße für Ausweichverkehr unattraktiver zu machen. Ein durchgehender Geh- oder Radweg ist weiterhin nicht vorgesehen, da der Platz fehlt.

Keine Begegnungszone in Planung

„Seitens der Verkehrsplanung haben wir das fertige Projekt an die für die Umsetzung zuständige Bauabteilung übergeben“, heißt es von Verkehrsreferent Sascha Jabali-Adeh (Erde). Die im Bürgerforum diskutierte Begegnungszone ist aktuell nicht Teil der beschlossenen Schritte, diese sei laut Jabali-Adeh im ländlichen Gebiet „keine einfache Geschichte“. Sollten die Poller und farbigen Bodenmarkierungen nicht die erwünschten Ergebnisse bringen, müsste man sich zusätzliche Maßnahmen überlegen, so der Stadtrat. Ergänzend wird auch eine Schulstraße im Bereich der Volksschule geprüft. Diese sieht vor, dass der Bereich vor der Schule und dem Kindergarten 30 Minuten vor Schulbeginn für Autos gesperrt werden soll, um die Sicherheit der Kinder am Schulweg zu erhöhen.