Im April von allen Stadtparteien beschlossen, ist es für Pendlerinnen und Pendler und Anrainerinnen und Anrainer zahlreicher Straßenzüge in Villach seit heute, 1. Oktober, kostenpflichtig, wenn sie ihr Auto auf bisher kostenlosen Parkmöglichkeiten abstellen. In großen Teilen wurde nun rund um die Innenstadt die sogenannte Grüne Zone eingeführt. Bis 31. Oktober bietet die Stadt eine Hotline für alle aufkommenden Fragen unter (04242) 205 52 00 während der Öffnungszeiten an.

Die Gebührenpflicht gilt ab sofort Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr. Ein Tagesticket kostet maximal vier Euro, eine halbe Stunde 40 Cent. Das bisherige Gratisparken für 20 Minuten bleibt. Anrainerinnen und Anrainer der Grünen Zone können eine Bewohner-Parkberechtigung um 100 Euro pro Jahr beantragen. Der Antrag ist online über villacht.at/gruenezone oder im Passamt möglich. Benötigt werden Meldebestätigung, ein Mietvertrag oder Eigentumsnachweis sowie der Zulassungsschein des Pkws.

Für Personen ohne Hauptwohnsitz in der Grünen Zone gibt es Jahreskarten um 360 Euro und Monatskarten für 35 Euro. Diese können online oder im Rathaus erworben werden, hier sind keine Unterlagen notwendig. Grundwehrdiener der Lutschounig-Kaserne können für die Dauer ihres Dienstes ein ermäßigtes Ticket um 120 Euro erwerben.

Eine 2024 in Villach durchgeführte Verkehrsflussanalyse ergab, dass pro Tag 29.000 Fahrzeuge nach Villach kommen. Durch die Grüne Zone soll laut Stadt der Parkdruck verringert werden
Eine 2024 in Villach durchgeführte Verkehrsflussanalyse ergab, dass pro Tag 29.000 Fahrzeuge nach Villach kommen. Durch die Grüne Zone soll laut Stadt der Parkdruck verringert werden © KLZ / Klaus Steiner

Jahres- oder Monatskarte garantiert keinen garantierten Parkplatz

Die Stadt betont, dass weder Bewohner-Parkberechtigungen noch Monats- oder Jahreskarten eine Garantie auf einen freien Parkplatz beinhalten. Sämtliche Parkkarten werden zudem ausschließlich digital ausgestellt, sowohl für die Grüne Zone als auch für die Kurzparkzone.

Die Neuregelung stößt unter anderem beim Roten Kreuz auf Kritik. Dienststellenleiterin Christina Summerer spricht von einem „echten Problem“, da viele Mitarbeitende im Schichtdienst aufs Auto angewiesen seien und nicht auf den Öffentlichen Verkehr ausweichen können. Auch Pendlerinnen und Pendler klagen: Zwar bleiben die Plätze „Drauboden“, „Lind“ und „Elite“ kostenlos, doch sie sind oft voll.