Vor knapp einem Jahr, im April 2024, überschlugen sich die Ereignisse in der Villacher Traditionsbrauerei „Villacher Bier“, die seit mehr als zehn Jahren zur „Brau Union“ und somit zum „Heineken“-Konzern gehört. Aus Gerüchten, die von „alles bleibt so wie es ist“ bis hin zur völligen Standortaufgabe reichten, wurde eine Standortverkleinerung und die Kündigung von 28 Mitarbeitern aus dem Bereich Brauerei und Abfüllung. „Natürlich waren das keine einfachen Entscheidungen, da gibt es nichts zu beschönigen“, sagt Regionalleiter Oliver Plieschnig. „Das Ganze hat die verbleibenden rund 100 Mitarbeiter am Villacher Standort aber auch näher zusammengebracht. Auch wenn man die Verkleinerung und den Wegfall einiger Mitarbeiter noch immer im Hinterkopf hat, haben sich die Wogen doch geglättet.“ Seither wird das „Villacher“ in Puntigam bei Graz gebraut, „mit Quellwasser aus Kärnten und Kärntner Braugerste“, wie der Konzern betont.
Villacher Bier
„Das Bekenntnis für Villach ist da“
Im vergangenen Jahr wurde die Produktion von Villacher Bier nach Puntigam bei Graz verlegt, am Standort in Villach ist eine Kleinbrauerei mit Campus-Charakter geplant. Was aktuell und zukünftig in Villach produziert wird und welche Verluste die Umstrukturierung brachte.
© Helmuth Weichselbraun