„Mein Pult steht da, wo ganz Österreich seit den Wahlen verortet wird. Im rechten Eck.“ Es sind die chaotischen Vorgänge in der Bundespolitik und der Aufwind der FPÖ, den die Villacher Faschingsgilde in den Fokus ihres 70. Jubiläumsprogramms rückt. Nicht nur der erfahrene Prangerredner Hannes Höbinger hält den Parteien diesmal als „Narrzipfer“ den Spiegel vor. Die Gilde unter Kanzler Karl Glanznig reagiert auf langjähriges Feedback und bringt gleich mehrere Prangerreden auf die Bühne.

„Die Böcke, die die Roten beim Jagen schießen, schaden der Allgemeinheit wenigstens nicht“, konstatiert „Spaßbrems‘n“ Arnold Angermann. „Sie haben gar nichts im Griff auf dem sinkenden Schiff“, spricht „Praktikantin“ Eva Mion der Bevölkerung wohl aus der Seele, um im Anschluss in den gefüllten Saal des Villacher Congress Centers zu fragen: „Ist in der letzten halben Stunde eigentlich wer zurückgetreten oder angelobt worden? Dann muss ich umschreiben gehen!“ Die Politik hat einiges angeboten, die Akteure haben abgeliefert, wenngleich nicht überall wo „Prangerrede“ draufsteht, auch eine solche zu finden ist.