2024 war für den EC VSV ein ereignisreiches und bewegtes Jahr, das von bedeutenden Entwicklungen, sportlichen Höhe- und Tiefpunkten sowie emotionalen Momenten geprägt war. Abseits der Matches sorgte der Verein immer wieder für Schlagzeilen. Ein Überblick.
Startschuss im April für Eishallensanierung
Im April fiel endlich der Startschuss für die lang erwartete Sanierung der Villacher Stadt- und Eishalle. Nach jahrzehntelangem Hin und Her, begleitet von explodierenden Kosten und Verzögerungen, begann die Millionen-Sanierung der 1969 errichteten Multifunktionshalle. Insgesamt werden rund 25 Millionen Euro investiert: Fünf Millionen fließen in die Sanierung des Altbestandes, während 20 Millionen in den Bau der neuen Halle gesteckt werden. Der Neubau soll 2025 beginnen und bis 2026 abgeschlossen sein.
Sommergespräch mit Rauchenwald und Fankulturdebatte
Im Sommergespräch gewährte VSV-Kapitän Alexander Rauchenwald einen persönlichen Einblick in das Leben als Eishockeyprofi und hob die Verjüngung des Teams hervor. Für ihn bleibt Eishockey der „schönste Beruf der Welt“. Er verriet dabei auch humorvoll, dass selbst Profiathleten gelegentlich kleinen Versuchungen nicht widerstehen können.
Gleichzeitig entfachte im August eine Diskussion über die Fankultur rund um den Verein. Nach Hallenverboten und Ermittlungen löste sich der Fanclub „Absolut Villach“ im März 2024 auf. Die verbleibenden Fanclubs betonten ihren Wunsch nach mehr Zusammenarbeit und engerer Bindung mit dem Verein, mit monatlichen Fantreffen beispielsweise.
Kartenkauf wurde im September vereinfacht und eine neue Hymne präsentiert
Eine Erneuerung im Herbst war die Einführung eines neuen Ticketservices. Seit September können Fans Heimspielkarten über „Ticket.at“ kaufen. Geschäftsführer Martin Winkler zeigte sich erfreut über die Zusammenarbeit und betonte, dass dies ein weiterer Schritt sei, den Service für die Fans zu verbessern.
Zudem wurde die neue Saison von einer besonderen musikalischen Premiere begleitet. Die Kärntner Band „Combo“ präsentierte mit „Wir für euch“ eine eigens produzierte Hymne, die bei der Saisoneröffnung am 22. September erstmals live aufgeführt wurde.
Paukenschlag in Führungsebene und Zuschauerin wird getroffen
Im Oktober kehrte Herbert Hohenberger als neuer Sportdirektor zum Verein zurück. Diese Entscheidung fiel inmitten von weiteren Umstrukturierungen: Die bisherigen Vorstände Gerald Rauchenwald und Andreas Schwab gaben bekannt, dass sie sich nach der laufenden Saison zurückziehen werden. Künftig werden sie dem Verein im Beirat beratend zur Seite stehen. Diese Neuaufstellung markiert einen wichtigen Schritt in der Zukunftsplanung des VSV.
Doch nicht nur sportliche Entscheidungen prägten den Oktober. Am 12. Oktober ereignete sich ein tragischer Zwischenfall: Eine junge Villacherin wurde während eines Heimspiels gegen die Vorarlberger Pioneers schwer verletzt, als sie von einem Puck im Gesicht getroffen wurde. Der Vorfall sorgte für Betroffenheit und rückte die Sicherheitsmaßnahmen in den Fokus.
Defekte LED Beleuchtung ließ Pyramidenkogel nicht blau leuchten
Für Gesprächsstoff sorgte auch der Pyramidenkogel, der nach dem fulminanten Derby-Sieg gegen den KAC am 27. Oktober nicht wie erwartet in Blau erstrahlte. Grund dafür ist eine seit dem Sommer defekte LED-Beleuchtung des Turms, die bis auf Weiteres außer Betrieb bleibt. Ob am 8. Jänner 2025, am Abend des nächsten Derbys, der Pyramidenkogel wieder in Rot oder Blau strahlt, ist somit offen. „Wir sind sehr bemüht, dass es bald wieder funktioniert“, sagt Keutschachs Tourismusleiter Stefan Meisterle.
Das Jahr 2024 war ein Jahr des Wandels und der Neuerungen für den EC VSV. Mit dem Beginn der Sanierung der Eishalle, der Verjüngung des Teams und der Rückkehr von Herbert Hohenberger als Sportdirektor stellt sich der Verein für die Zukunft auf.