Das Helfen wurde ihr in die Wiege gelegt: Schon als Kind war Sophie Becker aus Passering oft im Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr. "Ich war immer mit dabei, weil mein Papa eben auch dabei ist." Mit 15 wurde sie dann selbst Mitglied. Heute hat die 26-jährige Feuerwehrfrau bereits elf Jahre Erfahrung im aktiven Dienst. Dabei ist Becker nicht nur bei "normalen" Einsätzen dabei: "Seit letztem Jahr gibt es bei uns die Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen, die ich mache."

Ist für andere Feuerwehren ein besonders strapazierender Einsatz vorbei, bekommt sie erst ihre Einsatzmeldung: "Ich fahre zu den Kameraden hin und dann wird das Erlebte gemeinsam oder einzeln aufgearbeitet." So können Einsätze gemeinsam und feuerwehrintern besprochen werden. "Es ist leichter, wenn man selber auch weiß, wie die Einsätze so ablaufen." Für die Begleitung bei der Stressverarbeitung wird ein eigener Kurs angeboten, aber bereits durch ihr Studium der Sozialen Arbeit war für Becker klar, dass sie auch auf diese Art ihre Kameradinnen und Kameraden unterstützen möchte.

Hauptberuflich ist Becker ebenfalls für Menschen im Einsatz, als Sozialarbeiterin bei der Kinder- und Jugendhilfe. Bleibt neben Beruf und Ehrenamt noch "Luft", verbringt sie deswegen gerne Zeit mit Freunden, Familie oder ihrem Hund.

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