Eine zweite Neophyten-Entfernungsaktion fand am Debantbach bei Aguntum statt. Der Verein Osttirol Natur hatte dazu aufgerufen und die Gemeinde Dölsach unterstützte die Aktion mit Müllsäcken, Jause und Getränken für die freiwilligen Helferinnen und Helfer und Entsorgung. Zwölf Erwachsene und zwei Kinder halfen fleißig mit, das Drüsige Springkraut und die Kanadische Goldrute zu entfernen, die sich mittlerweile großflächig an den, aus Gründen des Hochwasserschutzes, gerodeten ehemaligen Auwaldflächen angesiedelt hatten. Da sie sehr schnell wachsen und auch sehr hochwüchsig sind, verdrängen sie die ursprünglich hier heimischen, oft stark gefährdeten Tier- und Pflanzenarten von den Ufern und Inseln des Flusses. Dem wollte man etwas entgegensetzen, denn Auwälder zählen mittlerweile zu den gefährdetsten Ökosystemen in Österreich.
Wichtig bei der Neophyten-Entfernung ist es, diese samt der Wurzel auszureißen und die Pflanzen aus dem Gebiet zu entfernen. Lässt man sie einfach liegen, so können sich, insbesondere beim Drüsigen Springkraut, aus den Knoten der Stängel neue Wurzeln bilden und die Pflanzen somit munter weiterwachsen. Deshalb wurden die ausgerissenen Neophyten in große Müllsäcke verfrachtet und anschließend abtransportiert.
Interessierte können mithelfen
Trotz mehrstündiger großer Anstrengung aller Beteiligten, konnten nicht alle Inseln und Uferstrecken von den Neophyten befreit werden. Deshalb besteht für Interessierte die Möglichkeit, das Projekt in Eigeninitiative fortzusetzen: Wann immer man Zeit dafür erübrigen möchte, kann man sich bei der Gemeinde Dölsach (Bauhof) Müllsäcke abholen und die mit ausgerissenen Neophyten gefüllten Säcke dort auch wieder abgeben. Noch nicht samende Pflanzen können kompostiert werden, bereits samende Pflanzen müssen in den Restmüll, da die Samen im Kompost überleben und dann mit der Komposterde weiterverbreitet werden.