Wenn Wacker Innsbruck am 27. Juli gegen Rapid Wien spielt, wird das Tivoli-Stadion erstmals seit 15 Jahren ausverkauft sein. Dieser Auftakt-Schlager im Fußball-Cup passt perfekt zur parallelen Bewerbung um die Austragung des Song Contest 2026. Innsbruck kontra Wien, David gegen Goliath: Diese Pflege des Lokalpatriotismus hat immer funktioniert. Im Gegensatz zur Veranstaltung von Großereignissen. Die Bewohner der zweifachen Olympia-Stadt waren schon dreimal Vorab-Verhinderer einer weiteren Austragung. Bürgermeister Johannes Anzengruber hat das wohl bedacht, als er seine Ankündigung, mehr Top-Events anziehen zu wollen, auf Konzerte bezog. Sein Vergleich mit München und Wien lässt aber an der Ernsthaftigkeit zweifeln und erinnert eher an Größenwahn und Minderwertigkeitskomplex.
Der Plaikner
Innsbruck zwischen Song Contest und Wohnkosten
© KLZ / Helmut Fohringer