Ursprünglich sollte die Wertstoffsammelstelle in Oberlienz nur zwei neue Pressen erhalten. Aus den Gesprächen mit den Mitarbeitern entwickelte sich das Kleinprojekt zu einer umfassenden Generalsanierung des Bauhofes, der Wertstoffsammelstelle und des Lagers für den Katastrophenschutz. Die Kosten beliefen sich schließlich auf 518.500 Euro, 200.000 Euro davon als Bedarfszuweisung des Landes. Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) eröffnete die neue Einrichtung persönlich und wurde landesüblich empfangen.
„Technisch spielt die neue Wertstoffsammelstelle alle Stückeln“, erklärt Bürgermeister und Bundesrat Markus Stotter (ÖVP). War bis zu seiner Amtsübernahme die Abgabe immer nur an den Samstagvormittagen von 9 bis 11 Uhr möglich, können die Gemeindebürger nun rund um die Uhr ihre Wertstoffe abliefern. Voraussetzung ist eine Zutrittskarte, die in diesen Tagen an alle Haushalte verschickt wird. Wer auf dem Postweg keine erhält, darf sich im Gemeindeamt eine ausstellen lassen.
Digitale Zutrittskontrolle ermöglicht die Abgabe rund um die Uhr
Die Zutrittskontrolle inklusive Kameraüberwachung soll mögliche Fehlwürfe in die einzelnen Wertstoffabteile aus Beton auf ein Minimum reduzieren. Müllpressen gibt es für Metall- und Kunststoffverpackungen sowie Papier. Abgegeben werden können in Oberlienz weiters Karton, Altkleider, Speise- und Altöl, Altschuhe, Styropor, Batterien, Bildschirmgeräte, Elektrogeräte, Altkleidersäcke, Bunt- und Weißglas, Grünschnitt, Sperrmüll, Altholz, Schrott, Altreifen sowie Baum- und Strauchschnitt. Nur Problemstoffe müssen unter Aufsicht übergeben werden. Die Möglichkeit dazu besteht jeweils am ersten Freitag eines jeden Monats.
Obwohl die Gemeinden des Planungsverbandes um fünf Millionen Euro eine gemeinsame Wertstoffanlage in der Peggetz errichten wollen, werden in den Dörfern und in der Stadt Lienz Abgabestellen erhalten bleiben. „Es geht um Effizienz“, führt Stotter aus. „Der Bürger soll seine Kleinmengen aus dem Haushalt möglichst rasch und unkompliziert, und ohne lange Wege, loswerden.“