Der Maibaum in Nußdorf-Debant bietet derzeit einen traurigen Anblick: Der Wipfel ist gekappt. In den Stunden des Maibaumpassens hat die Jungbauernschaft ihren 40 Meter hohen Baum zwar erfolgreich beschützt. Doch in der Nacht auf Sonntag hat eine Sturmböe die Baumspitze abgebrochen. Der geschmückte Wipfel zeigt, von einem Stahlseil vor dem Absturz gesichert, nach unten.
„Wir haben dieses Problem schon einmal gehabt“, weiß Bürgermeister Andreas Pfurner. Vor 15 oder 20 Jahren habe ebenfalls eine Windböe die Spitze des Baums gekappt. Josef Jans, Obmann der Jungbauernschaft Nußdorf-Debant, ist am Sonntagmorgen von Nachbarn über den Schaden informiert worden. „Glücklicherweise war niemand mehr in der Nähe, weil die Zeit des Passens schon vorbei war.“
Ein Absturz dürfte nicht drohen, weil der auf den kahlen Erdstamm geschiftete Wipfel immer zusätzlich mit einem Stahlseil gesichert wird. Die Jungbauern haben den Bereich abgesperrt und kümmern sich bereits um einen Termin für die Reparatur. Dazu muss der Maibaum von einem Kran niedergelegt und mit einer neuen Baumspitze ausgestattet werden.
Verlosung am Fronleichnamstag
Zu Fronleichnam wird der Maibaum wie üblich verlost. Der glückliche Gewinner entscheidet dann, was mit dem Baum geschieht. In Nußdorf-Debant wechseln sich die beiden Ortsteile Jahr für Jahr ab: einmal steht der Maibaum in der Debant, im Jahr darauf in Nußdorf.