In neuen Sphären sind seit wenigen Wochen vier Köche aus Osttirol unterwegs: Josef Mühlmann vom Gannerhof in Innervillgraten, Tom Mascher vom Pfleger in Anras, Thomas Ebner vom Almfamilyhotel Scherer in Obertilliach und Ernst Moser vom Saluti in Matrei. Sie wurden vom Michelin Guide ausgezeichnet. Mühlmann mit einem Stern und einem grünen Stern, die anderen drei mit einem Bib Gourmant. Was sie drauf haben, davon gab es am Dienstagabend im Gannerhof ein paar Kostproben. 

Das Quartett hat sich darauf geeinigt, ein Restaurant voller Feinschmecker mit ihrem Können zu verwöhnen. Rund 100 Gäste waren erschienen und ließen sich in eine Welt besonderen Geschmacks verführen. Bei der Begrüßung ging Mühlmann noch einmal auf den Höhenflug ein, den man bei der Verleihung der Michelin Auszeichnungen im Hangar 7 in Salzburg erlebt hat. Er war sichtlich stolz, dass Osttirol dabei so gut abgeschnitten hat. Victoria Ranacher-Lackner, beim Tourismusverband Osttirol zuständig für das Marketing, zeigte unverhohlen Freude, da das kulinarische Angebot wesentlich sei, bei der Positionierung der Destination Osttirol. Bevor die Köche daraufhin in der Küche verschwanden, stellte sie sich noch kurz vor.

© KK/Privat

Exquisiten Startern folgte ein achtgängiges Menü, von dem jeder von ihnen zwei Gerichte zauberte. Im Restaurant stieg die Spannung. Jeder Gang war ein Erlebnis und jeder der Spitzenköche stand für seine eigene Note. Auf den Tellern kamen unter anderem Ofenzwiebel, Bergfrischkäse und Schwarzbrotknusper (Tom Mascher) oder Blutstock, Kren, Erdäpfel-Nussbutter und Baumbartflechte (Josef Mühlmann) daher. Masthahn nach Auguste Escoiffier mit Gänseleber, Hahnenkämme und Trüffel war um die Wende des vorigen Jahrhunderts das Gericht, das die französische Küche revolutioniert hat. Im Gannerhof überraschte damit Ernst Moser die Gäste.

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Der süße Schluss kam mit Sanddorn und Sonnenblumenkernnougat von Thomas Ebner. Für die Weinbegleitung war Erich Polz vom gleichnamigen Weingut in der Südsteiermark angereist. Und zu guter Letzt durfte ein Schnaps aus dem Hause Kuenz nicht fehlen. Geschlemmt wurde im Gannerhof bis weit nach Mitternacht. Dabei wurde auf jene nicht vergessen, für die Lebensmittel schwer leistbar sind. Für die Österreich Tafel in Lienz wurden Spenden gesammelt und Kochbücher verkauft.