Die geopolitische Lage erfordert es, ländliche Regionen – unter anderem in Form von regionaler Ernährungssicherheit und Autarkie bei der Energieversorgung – zu stärken. Im Rahmen des Dialogtages „Unser Wasser – die Zukunft des Mölltals“ zeigen Mölltaler positive Beispiele auf, wie man sich den aktuellen Herausforderungen stellen kann. Marianne Penker, Professorin für ländliche Entwicklung an der BOKU in Wien, zeigt, was Regionen stark, krisenfest und lebenswert macht.
Die Bürgerinitiative „Retten wir die Möll“ fordert unterdessen, die „EU-Wasserrahmenrichtlinie wie vorgesehen bis 2027 umzusetzen“ und das „Grund- und Quellwasser zu schützen“. Im Rahmen des Dialogtages erläutert Penker, was Regionen stark, lebenswert und krisenfest macht. „Wir im Mölltal müssen weitgehende Selbstständigkeit in allen Lebensbereichen zurückgewinnen und Perspektiven für die junge Generation schaffen. Gemeinsam müssen wir uns auf eigene Füße stellen und unsere Potenziale nützen. Denn in erster Linie sind wir alle für unseren Lebensraum verantwortlich. Das betrifft Ernährung, Energieversorgung, Wirtschaft, Naturschutz und das soziale Zusammenleben“, lautet die Forderung.
Inspirierende Persönlichkeiten der Region
Im Anschluss an das Impulsreferat berichten vier Unternehmer von erfolgreichen Projekten. Neben Penker sind auch Lisa Weixelbraun und Udo Rußegger, die einen Bio-Bauernhof betreiben, anwesend. Auch Paul Ebner, der in Napplach eine Betriebsgemeinschaft gründete und Josef Penker, der sich in Kolbnitz zwei neue Standbeine schuf, wollen das Publikum informieren. Marko Pristavec ist Betreiber des Aktiv-Sport-Erlebnis-Camp in Obervellach und ebenfalls vor Ort. Angelika Staats engagiert sich als Biologin, Sprecherin der Bürgerinitiative „Retten wir die Möll“ und Obfrau des Verein „Lebenswertes Mölltal“ für den Naturschutz. Eingeladen sind unter anderem alle betroffenen Bürgermeister des Mölltals.