In der Gemeinde Lendorf steht ein Wechsel an der Spitze bevor. Bürgermeisterin Marika Lagger-Pöllinger (SPÖ) wird ihr Amt zurücklegen, wenn sie am 7. April vom Kärntner Landtag zur neuen Landesrätin gewählt wird. Als neuer Bürgermeister von Lendorf ist künftig Simon Pleschberger vorgesehen.

Mit der Wahl in die Landesregierung erlischt ihr Amt automatisch. „Mit dem Tag, an dem ich im Landtag gewählt werde, wird das Amt der Bürgermeisterin außer Kraft gesetzt“, erklärt Lagger-Pöllinger. Die Entscheidung über ihre neue Funktion wird im Landtag fallen, der am selben Tag auch Daniel Fellner (SPÖ) zum Landeshauptmann wählen soll. Die 1969 geborene Politikerin steht seit elf Jahren an der Spitze der Gemeinde. „Diese Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, weil ich von Herzen gern Bürgermeisterin bin“, sagt sie.

Nachfolge ist gesichert

Gerade deshalb war es ihr wichtig, rechtzeitig für eine geordnete Nachfolge zu sorgen. „Ich habe natürlich im Vorhinein einen Plan dazu gemacht, der ein sehr guter ist“, betont Lagger-Pöllinger. Eine Neuwahl in der Gemeinde ist nicht erforderlich. Die Nachfolge im Bürgermeisteramt wird durch eine Wahl im Gemeinderat geregelt. Als ihren Nachfolger schlägt Lagger-Pöllinger den bisherigen ersten Vizebürgermeister Pleschberger vor.

Der Lendorfer ist seit Jahren in der Gemeindepolitik aktiv und arbeitet unter anderem im Bauausschuss sowie im Ausschuss für Land- und Forstwirtschaft und Umwelt mit. „Simon Pleschberger bringt alles mit, was es für einen guten Bürgermeister braucht: Verantwortungsbewusstsein, Fachkompetenz und ein klares Gespür für die Anliegen der Menschen in unserer Gemeinde“, sagt Lagger-Pöllinger. Sie zeigt sich überzeugt, dass er die Gemeinde „mit Engagement und Umsicht weiterentwickeln wird“.

Im heimischen Vereinsleben

Pleschberger ist zudem im Vereinsleben der Gemeinde stark verankert. Seine kommunalpolitische Erfahrung und seine Nähe zur Bevölkerung machen ihn aus Sicht der scheidenden Bürgermeisterin zu einem geeigneten Kandidaten für das Amt. Die Zusammenarbeit im Gemeinderat sei in Lendorf in den vergangenen Jahren von einem konstruktiven Miteinander geprägt gewesen. „Deshalb würde es mich freuen, wenn auch diese Entscheidung im Gemeinderat einstimmig getroffen wird – im Interesse unserer Gemeinde“, sagt Lagger-Pöllinger.

Auch künftig wolle sie ihrer Heimatgemeinde eng verbunden bleiben: „Meine Tür und mein Ohr werden für die Menschen in Lendorf immer offen bleiben.“ Gleichzeitig kündigt sie eine weiterhin enge Zusammenarbeit an – Pleschberger als Bürgermeister von Lendorf und sie selbst künftig als Mitglied der Kärntner Landesregierung.