Westlich von Pusarnitz thront auf einer Hügelkuppe, umgeben von Wiesen und Wäldern, die Burgruine Feldsberg. Errichtet wurde sie Mitte des 12. Jahrhunderts. Um den ehemaligen Zauber zurück in die alten Gemäuer zu holen, arbeitet Katharina Elisabeth Schaller seit letztem Jahr an der Konzeption der Veranstaltungsreihe „Kultur auf der Burg“. „Ich bin in Pusarnitz, nahe der Burgruine, aufgewachsen und hatte sie deshalb immer vor Augen. Es zog mich in die große weite Welt, doch als ich nach Hause zurückkehrte, dachte ich mir, was könnte man daraus machen? Mein Bestreben ist es, etwas zu schaffen, das es in dieser Form in der Region noch nicht gibt. Das Angebot soll nicht nur Touristen, sondern vor allem auch Einheimische ansprechen“, schildert die 31-Jährige, die ihren Erfahrungsschatz mit einbringen will.
Wien, USA und Bali
Beruflich und privat verschlug es sie bereits an die verschiedensten Plätze. „Ich habe in Wien studiert und hatte nebenbei verschiedene Promotion-Jobs, deshalb war ich bei vielen – auch internationalen – Veranstaltungen dabei. Nach dem Studium in Wien und den USA arbeitete ich bei einer Eventagentur als Projektassistenz, machte danach ein Praktikum bei der Österreichischen Botschaft in Hanoi und meine erste Yogalehrer-Ausbildung auf Bali. Darauf folgte eine Ausbildung als Mentaltrainerin und ich wickelte meine ersten Workshops ab. Als Corona kam, verschlug es mich in die Schweiz. Dort habe ich ein Studienjahr der Anthroposophie absolviert, bevor ich weiterzog und in den Niederlanden als persönliche Assistenz und Nanny arbeitete. Wieder zu Hause habe ich begonnen Fasten-Retreats zu organisieren, und dann kam mir die Idee mit der Burg“, sagt Schaller.
Sieben Termine stehen fest
Sie erarbeitete verschiedene Möglichkeiten für eine Nutzung des außergewöhnlichen Schauplatzes. Rund um die Osterzeit im Jahr 2023 wurde eine erste kleine Zusammenkunft mit Freunden organisiert, auf die ein „Community Sommerfest“ und weitere kleine Veranstaltungen folgten. Was in kleinem Kreis bereits Anklang fand, soll nun einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. An weiteren Ideen wie Hochzeiten, Yoga-Events, Lesungen, Theatervorstellungen oder einem Open-Air-Dinner hält sie nach wie vor fest, der Hauptfokus liegt zurzeit jedoch auf der Organisation verschiedener Konzerte. Geplant ist es, die Burg aus ihrem „Dornröschenschlaf aufzuwecken“ und sie als Freiluft-Bühne und Veranstaltungslocation zu etablieren.
„Sieben Konzerte konnten wir bereits fixieren – mit der Aussicht auf weitere“, freut sich Schaller. Am 2. Mai findet das Eröffnungskonzert der deutsch-amerikanischen Sängerin und Multiinstrumentalistin Caro Kelley statt.