„25 Jahre SoMa – kein Grund zum Feiern. Und doch tun wir es!“, heißt es im offiziellen Jubiläumstext des Sozialmarktes Kärnten. An allen sechs Standorten, das Angebot gibt es neben Spittal auch in Villach, St. Veit, Wolfsberg und zwei Mal in Klagenfurt, wird dieser Meilenstein zelebriert. In Spittal gibt es einen weiteren Grund zur Freude: Pünktlich zum Jubiläumsjahr wurde von der Kirchgasse 4 in die Ortenburger Straße 2 – in die ehemalige Rieder-Schuhe-Filiale – übersiedelt. Alle Beteiligten hoffen, dass aufgrund der zentralen Lage, noch mehr Menschen das Angebot annehmen werden. Von Nudeln, Reis, Gebäck und Keksen, bis hin zu Gewürzen, Fleisch, Honig oder Getränken – günstige Lebensmittel, sowie Secondhand-Kleidung soll all jenen zugute kommen, die es aufgrund niedriger Einkommensverhältnisse benötigen.

Mittwochvormittag wurde die Eröffnung mit zahlreichen Gästen und Gemeindevertretern gefeiert. „Wir haben einen tollen neuen Standort mit mehr Parkmöglichkeiten gefunden. So lange man uns braucht, werden wir da sein. Es geht uns neben der Lebensmittelrettung auch darum, zuzuhören und anderen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern“, schilderte SoMa-Geschäftsführerin Theres Leber. Zudem sprach sie Standortleiterin Silvia Gärtner ihren Dank aus.

SoMa-Obmann und Diakon Klaus Lesjak segnete die Räumlichkeiten
SoMa-Obmann und Diakon Klaus Lesjak segnete die Räumlichkeiten © Laura Quedritsch

Begegnung, Austausch und ein offenes Ohr

Stadträtin Almut Smoliner und Vizebürgermeisterin Angelika Hinteregger sind sich einig: „Beim Reden kommen die Leute zusammen. Diese Begegnung und der Austausch sind wichtig, um der Stigmatisierung entgegenzuwirken. Es gibt noch immer Kunden, die sich schämen, dieses Angebot anzunehmen, aber genau dafür ist es da. Es gibt neben Lebensmitteln auch immer ein offenes Ohr für alle.“

„Es ist traurig, dass wir solche Märkte überhaupt brauchen und es einigen Menschen am Ende des Monats nicht möglich ist, mit ihrem hart erarbeiteten Einkommen über die Runden zu kommen. Umso schöner und wichtiger ist es, dass es solche Angebote gibt. Die Spittaler Bürger müssen wissen, dass sie nicht alleine sind“, sagte Bürgermeister Gerhard Köfer. Auf die Reden folgte eine Segnung der Räumlichkeiten durch SoMa-Obmann Klaus Lesjak, der auch als Diakon tätig ist. Er appellierte an ein respektvolles Miteinander, Ehrlichkeit, Gemeinsamkeit und Toleranz und hofft auf möglichst viele Lebensmittelspenden: „Wir sind seit 2002 in der Stadt und haben in dieser Zeit gemerkt, dass Mundpropaganda das Wichtigste ist. Leute, die etwas im Überfluss besitzen oder helfen wollen, stellen dies Menschen zur Verfügung, die auf Unterstützung angewiesen sind. So sollte eine funktionierende Gesellschaft aussehen.“