Eine besondere Auszeichnung wird der Pfarre Berg zuteil. Am 20. Juni wird nämlich eine neue Sonderbriefmarke im Rahmen der Reihe „Kirchen in Österreich“ präsentiert, auf der die Filial- und Wallfahrtskirche St. Athanas verewigt wurde. Die Marke, im Wert von einem Euro wird um 11 Uhr im örtlichen Veranstaltungszentrum „Treff.Berg“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Oberkärntner Kirche ist die erste Kirche aus Kärnten im Rahmen dieser Sondermarkenserie, die auf Initiative des österreichischen Philatelistenvereins St. Gabriel seit 2013 österreichische Kirchen in Form von Aquarellen der Wiener Graphikerin und Graveurmeisterin Kirsten Lubach vorstellt.
Für den Berger Pfarrer und Dechant Josef Allmaier ist es eine „große Ehre und besondere Art der Wertschätzung, dass die Athanasius-Kirche für die Sondermarkenserie ausgewählt worden ist“. Er freue sich darüber, dass diese einzigartige Kirche und beliebtes Kulturdenkmal in der Region auf diese Weise österreichweit Bekanntheit erlangt.
Präsentation und Sonderpostamt
Wilhelm Remes, Obmann des Philatelistenvereins St. Gabriel, wird in die Entstehung der Marke einführen. Nach Grußworten von Bürgermeister Wolfgang Krenn und Dechant Allmaier steht ein Vortrag des Klagenfurter Historikers Wilhelm Deuer über die St. Athanasius-Kirche am Programm. Anschließend wird Robert Schneeweiss von der Österreichischen Post die Sonderbriefmarke vorstellen. Musikalisch umrahmt wird die Präsentation mit anschließender Agape von den „Bergmusikanten“. Von 10 Uhr bis 16 Uhr laden die Post und der Philatelistenverein zum Sonderpostamt mit Verkauf der Sondermarke und der Abgabe des motivgleichen Sonderstempels und Briefmarkenschau ein.
Die Kirche „St. Athanasius“ steht in Fahrtrichtung Lienz direkt unter der Ortschaft Berg gleich neben der Drautalstraße (B100) auf freiem Feld. Der Kirchenbau wurde 1443 erstmals urkundlich erwähnt und 1485 durch den Bischof von Caorle dem Heiligen Nonnosius geweiht. 1677 wird die Kirche als „St. Onosi“ bezeichnet, 1782 ist erstmals die Bezeichnung „St. Athanasius“ zu lesen. Beachtenswert ist die aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. stammende Kanzel mit Apostelbildern am Korb. Eine Statue der über der Mondsichel aufstehenden Madonna mit Kind im Strahlenkranz aus dem 17. Jahrhundert ist an der nördlichen Triumphbogenwand angebracht.