Um die medizinische Versorgung im Holy Family Hospital in Ghana zu verbessern, begibt sich Sissy Ebner Anfang Mai auf eine besondere Mission. Die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin aus Malta hat es sich gemeinsam mit dem Arzt Kurt Semmernegg zum Ziel gesetzt, Kollegen und Kolleginnen in der Stadt Techiman zu unterstützen und Fachwissen mit ihnen zu teilen.

„Ich wollte schon vor über 30 Jahren, direkt nach meiner Ausbildung, im Ausland arbeiten. Letztes Jahr hatte ich dann dank des deutschen Vereins Medical Support endlich die Möglichkeit dazu. Ich war vor Ort, konnte mir einen Eindruck von der Situation machen und erste Erfahrungen sammeln. Ich freue mich darauf, genau dort anzusetzen und meine Arbeit wieder aufzunehmen. Die medizinischen Mitarbeiter habe ich als sehr strebsam erlebt, sie wollen lernen und sich weiterbilden“, sagt Ebner.

Ultraschallgeräte sollen Abhilfe schaffen

Mangelnde Ausbildungsmöglichkeiten und die fehlende Technik erschweren dies. Zudem können sich viele Menschen eine medizinische Versorgung nicht leisten. Oft spart die ganze Familie monatelang, um ein Medikament kaufen zu können. „Wenn man im Krankenhaus ankommt, hat man das Gefühl, auf magische Weise 30 Jahre in die Vergangenheit gereist zu sein. Es gibt während den Operationen fast keine technische Überwachung und kaum OP-Materialien. Ich muss alles vergessen, was ich aus der Heimat und meiner Arbeit im Krankenhaus in Spittal kenne, um flexibel zu werden und mit dem Vorhandenen bestmöglich zu arbeiten. Die Narkosewägen sind oft ungeordnet und als Medikamentenlade dient eine Werkzeugbox“, schildert Ebner, die auf Unterstützung hofft.

Um das Prozedere der Regionalanästhesie zu erleichtern, sollen nämlich zwei Handheld-Ultraschallgeräte angeschafft werden. Diese mobilen Geräte sind einfach in der Handhabung und brauchen vergleichsweise wenig Wartung. Um die Kosten zu decken, wurde ein Spenden-Aufruf gestartet. Es kann online über einen Link oder per Überweisung gespendet werden.