„Es ist für mich eine große Ehre, das LKH Wolfsberg nun als Pflegedirektorin in die Zukunft zu führen“, sagt Uta Kolussi, die seit dem Jahr 2000 in der KABEG tätig ist. 2001 wechselte sie vom Klinikum Klagenfurt in das LKH Wolfsberg, wo sie bereits 2004 eine Führungsverantwortung in der Pflegedirektion übernommen hat; 2023 wurde Kolussi schließlich zur stellvertretenden Pflegedirektorin ernannt. Die gebürtige Wolfsbergerin trug so bereits in den vergangenen 20 Jahren maßgeblich zur Entwicklung des Krankenhauses bei. Sie baute unter anderem das Qualitätsmanagement in der Pflege auf und setzte Maßnahmen zur Pflegeentwicklung um.
Diesen Weg will die zweifache Mutter als Direktorin fortsetzen. „Ich will auch zukünftig neue Pflegekonzepte etablieren und Innovationen vorantreiben. Besonders der demografischen Entwicklung der Bevölkerung im Bezirk Wolfsberg muss Rechnung getragen werden“, so Kolussi, die betont: „Unsere Patienten sollen unsere Empathie und natürlich unsere Kompetenz erfahren.“ Dies hat aber auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Gültigkeit. „Um diese Werte weiterzugeben, ist es wichtig, dass auch sie sich gesehen, gehört und wertgeschätzt fühlen“, ist sich die neue Pflegedirektorin sicher. Kolussi folgt Claudia Obersteiner, die mit Jahresende 2025 die Pension antrat, nach. Daher ist ihr neben der beruflichen Entwicklung auch das Angebot von individuellen Lebensarbeitszeitmodellen wichtig. „Junge Mütter und Väter, aber auch ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen Beruf und Familie gut vereinbaren können“, unterstreicht Kolussi.
„Begegnungen auf Augenhöhe“
Innerhalb der Arbeit im multiprofessionellen Team wünscht sie sich „Begegnungen auf Augenhöhe“. Hierarchien zwischen Berufsgruppen – etwa Arzt und Pflege – sollen noch weiter aufgelöst werden. Denn: „Jeder ist Profi auf seinem Gebiet. Nun gilt es, sich gemeinsam zu entwickeln und dabei auch für Transparenz zu sorgen. Für die Patientinnen und Patienten“, erklärt Kolussi, die sich mit ihren Teams auch außerhalb des LKH Wolfsberg weiter vernetzen will. Mit extramuralen Dienstleistern, wie etwa Pflegeheimen oder niedergelassenen Ärzten, aber natürlich auch mit den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Krankenanstalten. „Wichtig ist es, voneinander zu lernen und Erfahrungen auszutauschen, so Kolussi.
Ein zentrales Anliegen ist ihr auch der Nachwuchs. Daher möchte sie auch in Zukunft selbst in Schulen beziehungsweise Bildungseinrichtungen gehen, um die vielfältigen Möglichkeiten des Pflegeberufs den jungen Menschen näherzubringen. „Ich möchte den Jugendlichen weitergeben, wie viel man in der Pflege für den Patienten bewirken kann und sie für die Kunst der Pflege begeistern“, sagt die Pflegedirektorin, die das LKH Wolfsberg als kompetenten Partner in Gesundheitsfragen aber auch als verlässlichen Arbeitgeber in der Region weiter etablieren will.
Der Pflegedirektion im LKH Wolfsberg sind 20 unterschiedliche Berufsbilder zugeordnet. In diesen Berufsgruppen arbeiten 520 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von ihnen absolvierten 120 eine Weiter- oder Zusatzausbildung.
In ihrer Freizeit ist sie gerne in den Bergen unterwegs. Vor allem beim Klettern kann sie neue Energie gewinnen.