Laut Polizei wisse man, „dass zurzeit in diversen Foren vor vergifteten Gummibärchen gewarnt wird, aber Anzeige ist bei uns bisher keine eingegangen“. Man nehme Hinweise aber generell ernst und ersuche die Bevölkerung bei Kenntnis von Vorfällen umgehend die Polizei zu benachrichtigen. Jeglicher Verdacht auf Fremdeinwirkung würde vom Krankenhaus aber ohnehin gemeldet. „Sollte sich herausstellen, dass eine Gesundheitsbeeinträchtigung durch Gift besteht, würden wir davon Kenntnis erlangen“, so Werner Pucher von der Pressestelle der Landespolizeidirektion Kärnten. Auch die Kabeg dementiert. „Es sind im LKH Wolfsberg keine derartigen Vorfälle bekannt“, bestätigt Kabeg-Pressesprecherin Kerstin Wrussnig.

Solche Internet-Postings kursieren zurzeit – ohne belegbaren Wahrheitsgehalt
Solche Internet-Postings kursieren zurzeit – ohne belegbaren Wahrheitsgehalt © Facebook

Panikmache kontraproduktiv

„Generell gilt aber natürlich nach wie vor, dass Kinder und Jugendliche niemals Süßigkeiten von Fremden annehmen oder sich gar ins Auto locken lassen sollen“, heißt es von Seiten der Polizei. Panikmache in den sozialen Medien sei aber kontraproduktiv. Kein Zusammenhang bestehe auch zu den jüngsten Vorfällen in Friesach, wo zwei Kinder von Fremden angesprochen wurden – offenbar mit der Absicht, sie zum Einsteigen ins Auto zu bewegen. Dass diese tatsächlichen Vorfälle einige Lavanttaler User in den sozialen Medien beflügelt haben, sei nicht auszuschließen. „Falschmeldungen werden seitens der Bildungsdirektion nicht kommentiert“, heißt es dazu nur von der Bildungsdirektorin Isabella Penz.