Der 1947 geborene Peter Graf, ehemals Prokurist bei der Raiffeisenbank Lavamünd, gründete 1978 mit weiteren Altherren des Fußballklubs LSV die Narrenrunde „Lei Blau“ – benannt nach den Vereinsfarben. Heuer wurde der dreifache Vater, fünffache Großvater und langjährige Vereinskassier zum Ehrenmitglied ernannt. Seit der Gründungsphase wuchs die Narrenrunde von ungefähr 25 auf 35 Mitglieder an, sagt Graf. Auch für Nachwuchs sei gesorgt.
Auf der ernsteren Seite
Graf trat in zahlreichen Sketch-Darbietungen auf und spielte dabei diverse Rollen – vom Lehrer bis zum Papst. „Ich war immer so a bissl auf der ernsteren Seite,“ erklärt er seine Funktion als komödiantischer Gegenpol zu den eher „blödelnden“ Rollen. Dies sei wichtig für einen gelungenen Sketch, weil Humor von genau solchen Spannungen lebe. Die Ideenfindung für die unterschiedlichen Sketche beginnt bereits im Herbst auf Klausuren, erläutert Graf. Danach folgt das Texten, die Proben und schließlich die Auftritte, die immer schnell ausverkauft sind. Restkarten gäbe es aber in der Regel.
Aktiv trotz Narrenruhestand
Langeweile wird in Grafs Narrenruhestand aber kaum aufkommen. Er nimmt nicht nur weiterhin an Vereinssitzungen teil und bleibt so ins Lavamünder Narrengeschehen integriert, wie er sagt. Graf ist auch sportlich äußerst aktiv. Das Tennisspielen, Fahrradfahren, und Schwimmen gehören genauso zu seinen Hobbys wie das Wandern. Man treffe ihn auch häufig im Freizeitzentrum Lavamünd, sagt das sympathische Lavanttaler Narrenurgestein. Die Auftrittsreihe von „Lei Blau“ im Fasching 2025 im Kultursaal Lavamünd beginnt am 1. Februar.