„Es ist ein gespenstiger Anblick“, sagt ein Leser, der in Keutschach durch einen großflächigen Fichtenwaldabschnitt mit lauter Totholz spaziert ist. Vom südlichen Teil des Keutschacher Sees bis hin zur Sattnitz hat der Borkenkäfer vor zwei bis drei Jahren auf einer Fläche von mehreren Fußballfeldern  enorme Schäden angerichtet.
„Warum und aus welchen Gründen akzeptieren das die Forstbehörden?“, fragt sich der Leser.
„Wir haben dieses Gebiet sorgfältig geprüft, es gibt dort keinen Käfer mangels brutfähigen Materials mehr und somit keine Gefahr“, sagt Bezirksförster Helmuth Themeßl. „Die Fichten wurden nicht abgeholzt, sondern aus ökologischen Gründen stehen gelassen.“ Denn durch die Entfernung wäre ein brauchbares Gerüst für die wenigen verbliebenen Buchen im Wald gefallen. Diese wären laut Themeßl ansonsten in weiterer Folge gefährdet, bei Stürmen umzuknicken. Bezirksforstinspektor Marjan David ergänzt: „Zudem kann sich ein Wald im Schutz von Baumleichen besser verjüngen. Totholz ist ein Teil von Wäldern und durchaus lebendig. Es bietet einen guten Nährboden für Organismen.“
Entwarnung kann David auf dem Kreuzbergl im Bereich Falkenberg in Klagenfurt geben: „Der überschaubare Borkenkäferbefall war bereits im vergangenen Jahr und ist jetzt erst über den Winter sichtbar geworden.“ Zurzeit ginge keine unmittelbare Gefahr aus. Es sei nicht zu erwarten, dass der Befall ausufere.