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Stille Helden KlagenfurtElisabeth Gonzi: "Großeltern trauern in der zweiten Reihe"

Trauerbegleiterin Elisabeth Gonzi hilft älteren Menschen, die ihre Enkelkinder verloren haben.

Elisabeth Gonzi hat sich nach einem persönlichen Verlust zur Trauerbegleiterin ausbilden lassen © Markus Traussnig
 

Wer hilft eigentlich den Großeltern in einem Trauerfall? Mit dieser Frage war Elisabeth Gonzi (47) vor sechs Jahren persönlich konfrontiert. Die mehrfache Großmutter betrauerte den Verlust ihres Enkelkindes Alexander, der still geboren wurde. „Ich war auf der Suche nach Hilfe, habe aber nichts gefunden“, erzählt sie. Daher hat sie sich selbst auf die Trauerbegleitung von Großeltern spezialisiert und leistet damit Pionierarbeit in Kärnten. Über die Plattform für verwaiste Eltern hat sie eine Ausbildung gemacht. „Gerade Großeltern trauern in der zweiten Reihe. Sie leiden unter einer doppelten Belastung. Sie haben einerseits Angst um das eigene Kind oder Schwiegerkind, für das sie eigentlich stark sein möchten. Andererseits sind sie selbst voller Trauer. Sie sind hin- und hergerissen zwischen den Gefühlen und stellen oft ihre eigenen Empfindungen zurück“, sagt Gonzi, die in Griffen lebt.

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