Krassnigstraße, Mittwoch um 14.30 Uhr: Der Feinstaubkleber wird vom Magistrat gerade aufgetragen. Stadträtin Maria-Luise Mathiaschitz und Werner Johne von der Herstellerfirma Innostar überwachen den Test. In einem schwarzen Citroen beschleunigt Robert Pichler, Leiter des ÖAMTC-Testgeländes in Mail bei St. Veit, auf 50 Kilometer pro Stunde.

Vollbremsung: Alle Insassen drückt es nach vorne, das Auto steht kurz, fährt weiter. "0,57 haben wir", sagt Wolfgang Hafner, Leiter der Umweltabteilung der Stadt Klagenfurt. Der Test war somit erfolgreich. "Denn das Messgerät misst den Reibungskoeffizienten", sagt Johne. Einen Wert von 0,15 würde das Messgerät bei einer eisigen Fahrbahn, 0,35 bei einer regennassen und 0,75 bei einer trockenen Fahr bahn zeigen.

Rutschig! Weniger gut schneidet der Kleber beim Test in der Morogasse ab. "Diese gehört normal nicht zum Testgebiet", sagt Hafner. Am Mittwoch hat man den Kleber extra aufgetragen. Bei den ersten zwei Bremsversuchen zeigt das Messgerät die Werte 0,35 und 0,40 an. Das bedeutet: "Rutschig!" An einer anderen Stelle kommt man auf 0,56 und 0,57. Für Mathiaschitz ist klar: "Jetzt setzen wir für 14 Tage das Sprühen aus. Danach werden wir schauen ob es vertretbar ist." Sie gibt auch zu bedenken, dass keine andere Maßnahme so effizient gegen Feinstaub wirkt wie der Kleber.