„Unsere Straßen sind die Basis für Leben, Arbeit und Wirtschaft“, hält Kärntens Straßenreferent Martin Gruber (ÖVP) fest. Aus diesem Grund hält er auch an der von ihm im Jahr 2018 initiierten Straßenbauoffensive fest und nimmt erneut Geld in die Hand, um in die Straßeninfrastruktur zu investieren. Kärntenweit fließen heuer rund 46 Millionen Euro in Straßen, Brücken und Radwege.
Rund sieben Millionen Euro Budgetmittel und 25 Maßnahmen. Das ist der diesjährige Auftrag für den Straßenbau in den Bezirken Klagenfurt und Klagenfurt-Land. Und die Landeshauptstadt selbst hat die Nase vorn. Hier liegt das Hauptaugenmerk auf Sanierungen von hochfrequentierten Straßenabschnitten. Eines der Kernprojekte betrifft die Harbacher Straße am Südring. Auf einem stark desolaten Abschnitt zwischen der St. Ruprechter Straße und dem Bahnübergang werden ab Herbst die Fahrbahn sowie die Entwässerung vollständig saniert. Das Land investiert allein in diesem Jahr 500.000 Euro, die Gesamtinvestition beläuft sich auf 1,3 Millionen Euro.
Weitere wichtige Bauvorhaben in Klagenfurt betreffen die B91 Loiblpassstraße, besser bekannt unter Rosentaler Straße, und die Villacher Straße (B83). Auf der Rosentaler Straße, wird auf Höhe Karawankenblickstraße in Kürze eine neue Ampelanlage errichtet. Kostenpunkt: 250.000 Euro. Im Zuge der Neuerrichtung des Heinzelstegs, die in den Verantwortungsbereich der Stadt fällt, wird weiterführend über die Villacher Straße der Knotenpunkt neugestaltet und verkehrssicher mit einer Ampelanlage für Radfahrer und Fußgänger geregelt. Die Gesamtinvestitionssumme beläuft sich hier auf rund 500.000 Euro, die sich allerdings Stadt und Land teilen. „In Klagenfurt sind dann auf allen vierspurigen Straßen die Ampelanlagen auf dem neuesten Stand der Technik und dementsprechend verkehrssicher“, ergänzt Landesstraßenbaudirektor Volker Bidmon, der möglichst viele Projekte im Bereich der städtischen Radwege und bei Lückenschlüssen an überregionalen Verbindungen im Umland umgesetzt sehen will.
Apropos Radwege: Am Ossiacher-See-Radweg in Gradenegg bei Moosburg wird eine neue Radwegquerung für rund 50.000 Euro errichtet und damit eine Lücke geschlossen. Am Görtschitztal-Radweg (zwischen Geiersdorf und Deinsdorf) entsteht ab Herbst ein baulich getrennter Radweg. Gesamtinvestitionssumme: eine Million Euro.
Erschließung von Wohngebiet
Im Bezirk Klagenfurt-Land liegt der Fokus auf der Sanierung von Fahrbahnen in Ortsgebieten und der Brückeninfrastruktur. In letztere fließen heuer über 2,1 Millionen Euro. So wird gemeinsam mit der Gemeinde in Zell-Pfarre die Ortsdurchfahrt inklusive Gehweg, Bushaltestellen und einer neuen Brücke für über eine Million Euro neugestaltet. An der Rosental Straße (B85) kommt es zu einer Fortführung der Sanierung der Ortsdurchfahrt in Feistritz im Bereich Feistritzbachbrücke bis zur L106, investiert werden hier 450.000 Euro. Für die Erschließung eines neuen Wohngebietes von Poggersdorf wird um rund 330.000 Euro ein neuer Linksabbieger an der L87 errichtet, zusätzlich wird in diesem Bereich die Fahrbahn instandgesetzt.
Ab Mai werden an der Görtschitztal Straße (B92) 500.000 Euro in die Erneuerung des Kreuzungsbereiches bei der A 2-Anschlussstelle Klagenfurt-Ost inklusive der Einbindung der L76 Annabichler Straße investiert. Auf einem Abschnitt der L103 Waidischer Straße wird eine beschädigte Stützmauer saniert und gleichzeitig eine komplette Fahrbahnerneuerung durchgeführt. Dafür investiert das Land rund 840.000 Euro. Weitere 1,2 Millionen Euro sind für die Hangbrücke Untere Kehre an der B91 am Loiblpass vorgesehen sowie 300.000 Euro für die Sanierung der Glanbrücke Zell bei Gurnitz an der L100. Weitere 300.000 Euro fließen in Pörtschach in die Unterführung Goritschacherweg an der B83.
Leise Kritik gibt es seitens des Landes in Richtung Straßenbau der Stadt. „Klagenfurt hat enormen Aufholbedarf“, merkt Gruber an. Die zuständige Straßenbaureferentin Sandra Wassermann (FPÖ) verweist einmal mehr auf die finanzielle Lage der Stadt. „Da wir derzeit kein freigegebenes Straßenbaubudget haben, können wir uns nur nach den dringenden und bereits laufenden Bauprojekten richten“, erklärt sie auf Anfrage der Kleinen Zeitung.
In Fertigstellung befindet sich der Heinzelsteg, der sich mit 900.000 Euro im Budget niederschlägt. Weiters soll die Infrastruktur im neuen Stadtteil Harbach fertiggestellt werden, hier entstehen weitere Wohnungen. Dies schlägt sich mit 350.000 Euro nieder. Die gleiche Summe wird in die Infrastruktur für die neu zu bauenden Wohnungen im neuen Gebiet von „An der Walk“ investiert. Neben Brückensanierungen liegt auch ein Schwerpunkt auf der Errichtung der Anti-Terror-Sperren und Terrorschutzmaßnahmen. Der Neue Platz und der Benediktinermarkt sollen permanent geschützt werden. Das kostet der Stadt weitere 600.000 Euro.