Im Klagenfurter Fundamt läutet das Telefon. Wieder einmal. „Am Montag, nach einem Wochenende, ist tendenziell mehr los“, weiß Dietmar Podobnig, seit 16 Jahren Leiter der Einrichtung des Magistrats Klagenfurt, aus mittlerweile 23-jähriger Erfahrung. Während der 58-Jährige mit einer Engelsgeduld dem Gesprächspartner auf der anderen Seite der Leitung erklärt, dass sein verloren gegangener Schlüssel bis dato noch nicht abgegeben wurde, klopft eine Dame an die Türe und hält eine Art Kellnerbrieftasche in die Höhe. Ein Passant hat es besonders eilig, er wirft einen Führerschein durch den Einwurfschlitz des eigens eingerichteten Postfaches. Eine andere Frau wartet darauf, dass sie eine Verlustanzeige aufgeben kann. Sie muss sich aber in Geduld üben.
Kurioses Fundamt
Am nächsten Tag brachte die Dame das Gebiss zurück, es war doch nicht ihres
Reportage.
Von Hauben, Brillen und Gebissen: Im Fundamt Klagenfurt kommt zusammen, was in Öffis und in der Stadt liegen bleibt. Aktuell warten rund 2000 Gegenstände auf ihren (rechtmäßigen) Besitzer.
© Peter Rass