Wolfgang Denzel war ein Autofanatiker. 1934 gründete er sein Unternehmen, 92 Jahre später zählt die Denzel-Gruppe über 1000 Mitarbeitende an 21 Standorten. An jenem in der Feldkirchner Straße in Klagenfurt stehen Denzels Zugpferde, die Fahrzeuge der Marke BMW. Doch nicht mehr lange. Das Autohaus siedelt.
Und zwar ans andere Ende der Stadt. An der Görtschitztalstraße, direkt angrenzend zum Flughafen-Areal und gegenüber der Metro, plant Denzel den Bau einer neuen Niederlassung. Auf einer Gesamtfläche von 16.540 Quadratmetern entstehen Werkstätten und Lagerräume sowie Präsentations- und Verkaufsflächen. Genug Platz, um den in die Jahre gekommenen Standort im Nordwesten der Stadt aufzulassen. Dort schlägt sich das Unternehmen mit Platzproblemen herum: Die Lagerräume und Werkstätten sind voneinander getrennt, was einen Mehraufwand für die Mitarbeitenden bedeutet.
Moderner Standort für Mitarbeitende und Kunden
Für 15 Millionen Euro möchte das österreichische Unternehmen im Osten der Stadt die Bereiche räumlich näherbringen und ein modernes, „grünes“ Autohaus errichten. Zwischen den 116 Stellplätzen für Mitarbeitende, Kunden und Ausstellungsfahrzeuge werden 53 Bäume gepflanzt. 15 Prozent des Areals bestehen aus Grünflächen, während am Dach des Betriebs eine 1730 Quadratmeter große Photovoltaikanlage installiert wird. Die grüne Wiese, die die Einflugschneise des Flughafens ziert, soll schlussendlich „nur“ zu 39 Prozent versiegelt werden. Der Standort in der St. Veiter Straße bleibt davon unberührt, heißt es von den Projektverantwortlichen bei Denzel.
Im Klagenfurter Rathaus finden die Pläne Anklang. Das Projekt wurde dem städtischen Gestaltungsbeirat vor wenigen Tagen präsentiert. „Dort wurde das Vorhaben positiv aufgenommen“, sagt Stadtplanungsreferent Vizebürgermeister Ronald Rabitsch (SPÖ), der dem Projekt ebenfalls „sehr positiv“ gegenübersteht. Gespräche mit dem Flughafen wurden finalisiert, die Erschließung über die Pischeldorfer Straße bereits zugesagt. Die für die Umsetzung notwendige Flächenwidmungsänderung steht aber noch aus. Erfahrungsgemäß dauert das – bei einem reibungslosen Ablauf – mehrere Monate. Auch deshalb möchte sich Denzel auf keinen fixierten Baustart festlegen. Fest steht wiederum, was mit dem alten Areal in der Feldkirchner Straße passieren wird. Dort möchte die Denzel-Gruppe das Gebäude abreißen und den Bau von 60 Wohnungen realisieren.