Nicht ohne Vorfälle verlief die Silvesternacht in Kärnten. In Klagenfurt verletzte sich gegen Mitternacht ein 17-Jähriger beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern. Der Jugendliche entzündete einen Feuerwerkskörper der Klasse F2. „Der Feuerwerkskörper mit rund 100 Schuss fiel dabei jedoch zur Seite und feuerte deshalb horizontal ab“, heißt es im Polizeibericht. Beim Versuch die Feuerwerksbox wieder aufzurichten, erlitt der Jugendliche Verletzungen an einem Auge. Der 17-Jährige wurde nach der Erstversorgung durch einen Notarzt von der Rettung in das Klinikum Klagenfurt eingeliefert. Wie schwer die Verletzung ist, ist derzeit nicht bekannt.

Die Berufsfeuerwehr Klagenfurt sowie die Freiwilligen Feuerwehren St. Martin, St. Ruprecht und Hauptwache Klagenfurt wurden kurz vor 22 Uhr zu einem Brand in Waidmannsdorf alarmiert. Eine 50 Jahre alte Frau hatte Flammen in einem leerstehenden Gebäude wahrgenommen und Alarm geschlagen. Den Feuerwehren gelang es, den Brand rasch zu löschen. In einer Wohnung im dritten Stock des Hauses entstand Sachschaden, die Höhe ist derzeit unbekannt. Auch die Brandursache ist noch Gegenstand von Ermittlungen. Personen kamen nicht zu Schaden, zumal sich niemand im Gebäude befand.

Löschangriff durch Nachbarn

Bereits gegen 18 Uhr musste die Feuerwehr im Bezirk Völkermarkt zu einer Brandbekämpfung ausrücken. Nachbarn hatten den Brand einer Holztriste bei einer Garage wahrgenommen und umgehend mit Handfeuerlöschern versucht, den Brand einzudämmen. Das Feuer breitete sich auf das Dach der Garage sowie auf eine Thujenhecke aus und konnte größtenteils noch vor Eintreffen der Feuerwehr gelöscht werden. Auch ein Fahrzeug wurde durch das Feuer beschädigt. Die Brandursache sowie die Höhe des Sachschadens stehen noch nicht fest. Verletzt wurde niemand.

Thujenhecke brannte ab

Eine Thujenhecke hatte auch im Bezirk Klagenfurt-Land Feuer gefangen. Es war gegen 23.15 Uhr, als eine 48 Jahre alte Frau mit ihren Kindern Feuerwerkskörper auf der Asphaltstraße vor ihrem Haus entzündete. Ein Feuerwerkskörper verfing sich laut Polizeibericht in einer vier Meter hohen Thujenhecke. Diese begann in der Folge zu brennen. Die Hecke brannte auf einer Länge von etwa zehn Metern vollständig ab. Im Einsatz standen die Freiwilligen Feuerwehren Krumpendorf und Pritschitz mit rund 25 Kräften. Auch bei diesem Vorfall kam niemand zu Schaden.

Tischdecke in Brand geraten

Kurz nach Mitternacht verursachte in Villach ein Feuerwerkskörper einen Brand auf einem Balkon. Die im Einsatz stehende Hauptfeuerwache Villach gelangte mittels Drehleiter zum Balkon, wo eine brennende Tischdecke gelöscht wurde. Personen wurden nicht verletzt. Rund 30 Kameraden standen im Einsatz.

Streife nahm Feuer wahr

Auch in Althofen wurden kurz nach Mitternacht Feuerwehren zu einem Balkonbrand alarmiert. Eine Polizeistreife hatte diesen wahrgenommen und gemeinsam mit Nachbarn wurde ein Löschangriff mit Handfeuerlöschern gestartet. Kurz darauf trafen die Freiwilligen Feuerwehren Althofen und Kappel am Krappfeld am Brandort ein. Die Feuerwehrleute konnten den Brand rasch löschen und ein Übergreifen des Feuers auf weitere Gebäudeteile verhindern. Ersten Erhebungen zufolge wurde das Feuer vermutlich durch pyrotechnische Gegenstände verursacht.

Die Wohnungsmieter befanden sich nicht zu Hause. Durch den Brand wurde das auf dem Balkon befindliche Mobiliar sowie Teile des Balkons beschädigt. Die Schadenssumme kann aktuell noch nicht beziffert werden. Niemand wurde verletzt. Insgesamt standen 30 Feuerwehrleute mit sechs Fahrzeugen im Einsatz.

Waldbrand in Skigebiet

Alle Hände voll zu tun hatten die Einsatzkräfte kurz nach Mitternacht bei einem Waldbrand im Skigebiet Ankogel unterhalb der Mittelstation auf einer Seehöhe von rund 1800 Metern. „Aus bisher unbekannter Ursache geriet dort ein Waldstück in Brand. Durch den starken Wind breitete sich das Feuer rasch aus“, heißt es im Polizeibericht. Die Löscharbeiten gestalteten sich äußerst schwierig, da der Brand mit Feuerwehrfahrzeugen nicht zu erreichen war. Der Brandherd befand sich in unwegsamem, steilem und felsigem Gelände.

Mittels Gondelbahn sowie Pistenraupe wurden die Einsatzkräfte zu einem Sammelpunkt oberhalb der Brandstelle transportiert. Von dort aus wurden sie von der Bergrettung Mallnitz zur Brandstelle abgeseilt, um den Brand zu bekämpfen. Bei Tageslicht stand auch der Polizeihubschrauber Libelle im Einsatz. Rund 60 Feuerwehrleute und 15 freiwillige Helfer der Bergrettung Mallnitz standen im Einsatz.

Holzstapel brannte

Auch in Paternion ging die Silvesternacht nicht ohne Vorfall zu Ende. Kurz nach 3.15 Uhr wurden die Beamtinnen und Beamten der Polizeiinspektion (PI) Feistritz/Drau zu einem Brand in einem Wald gerufen. Vor Ort stellten diese fest, dass ein am Wegrand befindlicher Holzstapel in Brand geraten war. Die Freiwilligen Feuerwehren Feistritz/Drau und Kreuzen konnten das Feuer eindämmen und löschen. Im Nahbereich wurden mehrere Silvesterraketen aufgefunden. Es besteht der Verdacht, dass diese den Brand verursacht haben. Verletzt wurde niemand. Insgesamt standen 25 Feuerwehrleute mit drei Fahrzeugen im Einsatz.

Die Beamtinnen und Beamten der PI Feistritz/Drau mussten schon zuvor zu einem Einsatz ausrücken, wurden sie doch gegen 1.10 Uhr wegen einer Lärmerregung bei einem Lagerfeuer verständigt. Als die Polizisten eintrafen, ergriffen mehrere Personen die Flucht. Ein Mann konnte angetroffen werden, er weigerte sich jedoch, seine Identität bekanntzugeben. Er wollte auch nicht an der Klärung des Sachverhalts mitwirken.

Doch dem nicht genug. Der Mann tätigte mehrfach frauenfeindliche Äußerungen und Beleidigungen. „Aufgrund des aggressiven Verhaltens der Person gegenüber den Beamtinnen und Beamten wurde der Mann festgenommen und zur Polizeiinspektion Feistritz/Drau gebracht“, heißt es im Polizeibericht. Dort konnte seine Identität geklärt werden. Es handelt sich um einen 22-jährigen Mann aus dem Bezirk Villach. Er wurde in das Polizeianhaltezentrum Villach eingeliefert. Diverse verwaltungsstrafrechtliche Anzeigen werden erstattet.