Das Jahresende lädt dazu ein, in die Zukunft zu blicken. Die Stadtwerke Klagenfurt machten das am Freitag, 13. Dezember, im Lakeside Park, wo sie ihr Investitionsprogramm für das kommende Jahr präsentierten.

70 Millionen Euro investiert das Unternehmen, das sich 100 Prozent im Eigentum der Landeshauptstadt befindet, im Jahr 2025. 19 Millionen Euro fließen in den Strom, 16 Millionen in die Fernwärme und elf Millionen Euro ins Wassernetz. Die Investitionen dienen dazu, „die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen“, sagte Stadtwerke-Vorstand Erwin Smole. 280 Millionen Euro beträgt die Umwegrentabilität, „die Baubranche ist ein großer Profiteur“. „Es ist erfreulich, dass wir in der Lage sind, Investitionen aus Eigenfinanzierungskraft zu machen“, ergänzte Aufsichtsratschef Johann Neuner.

Hallenbad-Projekt läuft weiter

Ebenfalls im Fokus stehen weitere Schritte für den Hallenbad-Bau. Mit Jahresbeginn sollen die Vorarbeiten am Grundstück starten, im März 2027 soll das Bad eröffnen. „Wenn die Verfahren einmal durch sind, wird rasch eine Entwicklung sichtbar sein“, ist sich Smole sicher. Kommendes Jahr werden auch die Hydranten digitalisiert – aufgrund der Wasserkrise ein vorgezogenes, 500.000 Euro schweres Projekt.

Interview Erwin Smole STW Klagenfurt Februar 2023
Das Investitionsprogramm von Smole und seinen Stadtwerken wurde am Mittwoch vom Aufsichtsrat abgesegnet © Markus Traussnig

Smole kündigte zudem die Senkung der Stromtarife mit Jahresbeginn an. Weil gleichzeitig die Strompreisbremse ausläuft, bleibt den Kunden aber unterm Strich eine Erhöhung. In welcher Dimension, konnte der Vorstand noch nicht verraten. Nachrangig behandelt wird die geplante Sauna am See in der Ostbucht. Die Saunalandschaft, die im nördlichen Teil des Strandbades entstehen soll, befindet sich noch mitten in der Planungsphase. „Die Fakten müssen erst auf den Tisch“, sagte Neuner. Steht ein Konzept, sowohl baulich als auch finanziell, landet es bei ihm im Aufsichtsrat.

Stadtwerke müssen Stadt aushelfen

Auch die schiefen Finanzen der Stadt beschäftigen die Stadtwerke. Diese müssen ihren Teil dazu beitragen, um ein Budget für 2025 auf die Beine zu stellen, sagte Bürgermeister Christian Scheider (TK). Anteile zu verkaufen, wie schon im Jahr 2005, stehe für ihn, genauso wie für Betriebsrat Reinhard Wimmer, nicht zur Debatte. Vielmehr müsse man Doppelgleisigkeiten ausmachen und ausmerzen. „Wir müssen die eine oder andere Idee finden, um die Arbeit zu optimieren“, sagte Scheider.

Die Stadtwerke könnten das Budget aber auch „retten“. Und zwar mit ihrer Dividende, die sie der Stadt ausschütten. Das Jahr 2024 verlief finanziell gut, die zugesicherten fünf Millionen Euro werden fließen. Eventuell sogar mehr, stellte Smole in Aussicht. Erst im Frühling 2025 liegt die Bilanz vor. Ob die Stadt das Geld für die Budgeterstellung heranziehen möchte, ließ Scheider offen: „Das muss der Stadtsenat entscheiden. Unser Ziel ist es, ein Budget zu erstellen.“