Seine Teilnahme am Gottesdienst zum Hochfest „Erscheinung des Herrn“ in der Pfarre Maria im Dorn in Feldkirchen löste bei den Gläubigen unlängst einen wahren Freudensturm aus. Engelbert Hofer, der lange als Stadtpfarrer in Feldkirchen wirkte und inzwischen in den Ruhestand getreten ist, lebt seit Ende Dezember wieder in jener Gemeinde, in der er sich stets größter Beliebtheit erfreuen durfte. Und die Ehrerbietung seiner „Schäfchen“ ist bis heute nicht abgerissen.

Engelbert Hofer auf dem Jakobsweg, der Seelsorger als begeisterter Pilger
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„Ja, Feldkirchen ist mein Alterssitz geworden. Ich fühle mich hier sehr, sehr wohl“, sagt der 79-Jährige, der sich trotz seiner schwer angeschlagenen Gesundheit nicht unterkriegen lässt und im Rahmen der Messe auch ein paar Grußworte an die Teilnehmer des Gottesdienstes richtete. „Ich werde hier bestens umsorgt und betreut“, betont Hofer. Tägliche Bewegung gehört zu seinem Alltag, auch den Kontakt mit seinen Mitmenschen hält er nach wie vor gerne aufrecht.

Rückblick: Hofer mit dem evangelischen Pfarrer Martin Müller (links), das Foto stammt aus dem Jahr 2002
© Lisa Walcher

Hofer ist aus Oberkärnten gebürtig. Er wurde 1943 in Millstatt geboren. Er besuchte das Gymnasium in Tanzenberg, damals noch als Internat geführt, und widmete sich nach der Matura 1962 dem Theologiestudium in Klagenfurt. 1967 wurde er zum Priester geweiht. Der weitere Lebensweg führte den Geistlichen vorerst unter anderem ins Lavanttal, bevor er von 1982 bis 2004 als Pfarrer und später auch Dechant in Feldkirchen wirkte und auch die benachbarten Pfarren Radweg, St. Ulrich und Tiffen betreute. Danach war Hofer bis 2018 in Wolfsberg tätig. 2019 trat er in den Ruhestand. Ein Danke für sein seelsorgerisches Wirken gab es für Hofer in diesem Jahr nicht nur von Gläubigen in Wolfsberg, sondern am 15. September auch bei einem Gottesdienst in Feldkirchen.

Die Liebe zu Menschen war – und ist – prägend für Hofers Leben als Priester. Für seinen Einsatz für Flüchtlinge wurde er 1980 mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich geehrt. In Feldkirchen hinterließ Hofer trotz des Wechsels ins Lavanttal deutliche Spuren, die im Gedächtnis der Gläubigen bis heute verankert sind. Als Seelsorger lagen ihm die Belange der Jugend besonders am Herzen. Er durfte sich über eine beachtliche Zahl an Diakonen freuen. Hofer reüssierte aber auch als Autor. 2021 stellte er im Diözesanhaus in Klagenfurt sein Buch „Pilgern in Kärnten“ vor. Hofer selbst zeichnete sich in der Vergangenheit ja als Pilger aus. Mit dem „Virus Jakobsweg“ zunächst bei einem der bekannten Treffen von Gläubigen in Taizé infiziert, beschritt Hofer nicht nur zahlreiche Pilgerwege in Spanien, sondern auch in unserem Bundesland. Nun ist der Pilgersmann Engelbert Hofer nach Feldkirchen zurückgekehrt, wo er in eine liebevolle Glaubensgemeinschaft eingebunden ist.