Geboren im Lungau, ein Kochstudio, „Die Kuchl“, in Klagenfurt errichtet, ein zweites Zuhause auf der Flattnitz gefunden: Und überall, wo sie ist, wird gekocht, über Essen gesprochen oder köstlich gespeist. Die Rede ist von Catrin Ferrari-Brunnenfeld.
Bereits vor mehr als zwölf Jahren wurde der Food- und Lifestyle-Blog „cookingCatrin“ von ihr und ihrem Mann, Carletto Ferrari, gegründet. Seitdem ist viel passiert: Live-Kochshows, Kochbücher (das erste, „Echt.Fesch.Gekocht.“, kam vor zehn Jahren heraus), Social-Media-Workshops für Unternehmen, ein eigenes, halbjährlich erscheinendes Printmagazin („Köstlich“) und noch vieles mehr. „Im Fundus gibt es mittlerweile rund 4000 Rezepte. Ich habe so viel im Kopf und bin so tief in dieser Bubble verhaftet, dass ich leider nicht einmal die Zeit habe, all meine Ideen umzusetzen“, erzählt sie und ergänzt: „Es ist nicht nur ein Job, es ist mein ganzes Leben. Klar gibt es mich auch privat, aber ich war im vergangenen Jahr mehr als 150 Tage am Weg - mit Shootings, Reisen und Co. Da kommt schon viel zusammen.“
Almchalets und Private Cooking
Um aber nicht nur unterwegs zu sein, hat das Ehepaar 2024 auch ein Almchalet gekauft. „Es sind zwei Wohnungen mit jeweils rund 120 Quadratmetern, mit Sauna und allem, was so dazugehört.“ Im vergangenen Jahr wurde auch die Außenanlage saniert. „Jetzt sind alle ToDos abgeschlossen und man kann die Wohnungen separat oder gemeinsam mieten. Und gerne auch mich als Private Chef dazu“, verrät sie.
Fad wird ihr dabei nie. Ihr neuestes Backbuch „Très bien – Köstlichkeiten für alle Jahreszeiten“ enthält 30 „gelingsichere Rezepte“. Damit lädt Ferrari-Brunnenfeld gemeinsam mit der Marmelade-Manufaktur Bonne Maman zu einer kulinarischen Genussreise durch das ganze Jahr. Der Clue: Die Wahlkärntnerin zeigt, wie „wunderbar sich französisches Savoir-vivre (Anm.: die Kunst, das Leben zu genießen) und österreichische Backtradition verbinden lassen. Passend auch für die bevorstehende Osterzeit, denn auch österliche Rezepte und liebevolle Geschenkideen sind darin zu finden. Aber natürlich gibt es auch traditionell österreichische Mehlspeisen und wenn der Winter naht, „wird es mit meinen festlichen Weihnachtsrezepten ganz besonders stimmungsvoll“. Ein zusätzliches Extra sind fünf kreative DIY-Upcycling-Ideen mit den – nach dem Backen – leeren Marmeladegläsern.
Frankreich trifft auf Österreich
Auch als Magazin für Bonne Maman wurde das Backbuch gedruckt: gleicher Inhalt, nur nicht als Hardcover. Dieses findet man im Zeitschriftenhandel. „Sie sind schon lange Kunde von uns und weil ihnen unser Printmagazin so gefällt, sind sie auf uns zugekommen. Ich durfte alles frei gestalten.“ Nur eine Vorgabe gab es von Bonne Maman: „Es mussten alle in Österreich vorhandenen Produkte verwendet werden. Das war aber einfach, weil wirklich alles so köstlich ist“, sagt sie lachend.
Besonders wichtig war ihr das Österreich-Kapitel. „Da haben wir den Bogen zwischen den beiden Ländern gut gespannt.“ Generell legt Ferrari-Brunnenfeld Wert auf langfristige Partnerschaften mit hochwertigen Marken. „Vor allem auch österreichische Unternehmen sind mir wichtig. Die heimische Küche ist ja auch mein Steckenpferd. Aber ich versuche, die Rezepte zu entstauben und sie modern und zeitgemäß zu machen.“ Nicht so fleischlastig, auch einmal vegetarisch darf es sein. Und: „Gerne auch ein Crossover mit internationalen Rezepten, aber dafür mich regionalen Produkten.“
Bake to school
Apropos regional: Derzeit ist sie auch jeden Dienstag in Schulen vertreten. „Es gibt das Projekt ‚bake to school‘ der steiermärkischen Fachschulen. Das ist unglaublich toll.“ Ob sie auch privat noch gerne kocht? „Ich liebe es. Wir essen aber nach dem Contentplan“, erzählt sie lachend. „Bei uns ist alles, was wir fotografieren, echtes Essen. Ich koche nicht nur für Bilder. Aber so ganz privat koche ich noch viel lieber. Ich habe den Ruf: Überall, wo ich hinkomme, fange ich zu kochen an.“