Konzentrierte Gesichter Donnerstagabend bei der Jausenstation Staudacher vulgo „Jaklbauer“ in Himmelberg. Das ist der Sitz eines der größten Sparvereine in Kärnten. 350 Mitglieder zählt der 24 Jahre alte Verein. Beim „Ausheben“, das immer donnerstags stattfindet, müssen 350 Spareinlagen gezählt werden. Der Vorstand rund um Obmann Friedrich Flath ist damit einige Zeit beschäftigt, die Beträge müssen stimmen. Wenn es um Geld geht, hört bekanntlich der Spaß auf. „Es ist eine Vertrauenssache. Ohne Vertrauen würde ein Sparverein nicht funktionieren. Wir kontrollieren alles mehrfach. Es ist viel Arbeit, aber wir haben auch Freude daran“, sagt Flath. Der 55-Jährige Projektleiter ist Gründungsmitglied und seit dem Vorjahr Obmann des Jaklbauer Sparvereines. Außerdem ist er quasi ein Nachbar der Jausenstation. „Uns geht es auch darum, den Wirt zu unterstützen. Für uns ist das Gasthaus ein Treffpunkt im Ort, den wir nicht verlieren möchten. Wir möchten dabei helfen, dass das Gasthaus bleibt. Daher haben wir das ,Ausheben‘ auch auf den umsatzschwächsten Tag in der Woche gelegt“, sagt Flath.
Feldkirchen
Für diese Sparer zählt die Gesellschaft
Die Bedeutung des Sparvereines hat sich gewandelt: Früher wurde der Notgroschen gespart, heute geht es um Geselligkeit und den Erhalt des örtlichen Gasthauses.
© Manfred Schusser