Rund 332.000 Lego-Bauteilchen hat ein neues Projekt im Schloss Duino. So viele Fragmente bilden nicht nur das im Besitz der Thurn und Taxis stehende historische Gebäude in Kärntens italienischer Nachbarregion Friaul-Julisch Venetien im Kleinformat wirklichkeitsnah ab, sondern geben auch Einblicke in wichtige Momente aus der Vergangenheit, wie der Schlossherr, Fürst Dimitri von Thurn und Taxis, in einer Pressekonferenz am Ende der Woche erläuterte. Ab 17. April sind die von der französischen Firma „Epicure Studio“ kreierten Lego-Bauwerke im Schloss zu sehen. Insgesamt sind es sieben Stück, die in verschiedenen Zimmern zur Schau gestellt werden. Die Darstellung des Schlosses als Ganzes besteht aus 132.000 Lego-Steinen.

„Vom Winde verweht“

Weiters in Lego-Steine gefasst wurde die im Original um das Jahr 1400 erbaute Wendeltreppe. Als Szene wird die Unterzeichnung des „Pakts von Duino“ im Jahr 1954 nachgestellt. In diesem entschied sich in Zusammenhang mit der „Londoner Akte“, welche Teile von Triest und Umgebung italienisches Staatsgebiet bleiben dürfen und welche Gebiete an das damalige Jugoslawien abgetreten werden mussten. Und auch eine Szene „Vom Winde verweht“ wird man in Form von schief stehenden Pflanzen und Menschen sehen, die gerade der Bora trotzen, dem kalten Wind, der an der Adria im Winter pfeift.

Ein Teilausschnitt des Lego-Schlosses
Ein Teilausschnitt des Lego-Schlosses © Castello Duino

Anreiz für Besucher

Drei Porträts sind ebenfalls in Lego zu sehen. Nachgebaut wurde das Antlitz des Schriftstellers Rainer Maria Rilke, der oft im Schloss zu Gast war, sowie jenes von Marie von Thurn und Taxis und das von Raimondo. Mit der Ausstellung soll den Besuchern heuer ein ganz neuer Anreiz geboten werden. Im Vorjahr kamen rund 69.000 Interessierte zum Schlossbesuch. Die Hälfte der Gäste stammte aus Italien. Auch viele Österreicher und Deutsche sowie Ungarn, Slowenen und Slowaken besuchen das Schloss.

Die Wind-Szene mit der Bora in Lego
Die Wind-Szene mit der Bora in Lego © Castello Duino

Das Schloss Duino kann man bis Ende März täglich von 9.30 bis 16 Uhr besichtigen, von April bis September bis 17.30 Uhr, im Herbst dann wieder etwas kürzer und nur an Wochenenden und Feiertagen. Eintrittskarten kosten 12,50 Euro für Erwachsene, Kinder bis 6 Jahre haben freien Eintritt, Jugendliche bis 17 Jahre zahlen 7 Euro.