Bei der 42. Ziehung des Eurojackpot im Mai traf ein Kunde der Slowenischen Lotterien (Loterija Slovenije) die richtigen Gewinnzahlen: 11, 17, 19, 33, 40 sowie die Zusatzzahlen 7 und 12. Damit wurde der zweitgrößte Lotteriegewinn in der slowenischen Geschichte geknackt: 37.344.472,10 Euro.
Monatelang schien es aber, als ob die glückliche Gewinnerin oder der Gewinner keinen Bedarf nach dem Millionensegen hatte. Die Frist für die Abholung endete genau heute, am Donnerstag dem 21. August. Dann wäre die 90-tägige Möglichkeit verstrichen, Anspruch auf den Gewinn anzumelden und die 37 Millionen wären wieder in den Topf gewandert.
Monatelange Suche
Noch Mittwochnachmittag gab es keine Spur vom Glückspilz, doch die angespannte Suche nach hatte dann, nur wenige Stunden vor Ablauf der Frist, ein Ende. Slowenien hat nun seinen achten oder die achte Eurojackpot-Millionärin. Warum der Gewinner sich so lange Zeit ließ, das können und wollen die Slowenischen Lotterien allerdings nicht beantworten: „Leider muss ich Sie enttäuschen. Ich kann keine Informationen darüber preisgeben, warum dieser Gewinner gewartet hat, da wir bei der Lotterie die Privatsphäre und Anonymität der Gewinner sehr sorgfältig schützen und daher keine Informationen preisgeben“, sagte Tina Djinovski von der Lotterie Slowenien in der Sendung in der slowenischen TV-Abendsendung 24ur Zvečer.
Ob es je einen Fall gab in dem es knapper zuging, beantwortete Djinovski mit einem klaren: „Nein, noch nie“ Und sie bestätigte auch, dass wäre der Gewinner nicht gekommen, es der erste derartige Fall in der Geschichte des Eurojackpot gewesen wäre.
Lottomillionär(in) lebt in Kranj
Freuen darf sich nun auch die Wohnsitzgemeinde der Gewinnerin oder des Gewinners, denn der Lottogewinn ist in Slowenien nicht steuerfrei. Nach Abzug der Steuer bleiben dem Glückspilz aber immer noch satte 31.742.801,29 Euro.
Wie Donnerstagnachmittag bekannt wurde, lebt der frischgebackene Lotto-Multi-Millionär in Kranj (Krainburg), wo auch der Lottoschein gekauft wurde. Die Gemeinde gab bekannt, sie habe bereits die Überweisung von 5,6 Millionen Euro - 15 Prozent des Gewinns - erhalten. Das entspricht knapp unter 9 Prozent der Budgetmittel der Stadt für ein Jahr.. Noch wisse man aber nicht wie man das Geld nutzen werde.
Für Bildung, Sport oder Kultur
„Tatsache ist, dass wir uns mitten in einem sehr intensiven Investitionszyklus befinden und zahlreiche sehr wichtige Investitionen auf uns warten. Die Entscheidung, wie die erhaltenen Mittel ausgegeben werden, bedarf gründlicher Überlegung. In Kranj leben fast 60.000 Menschen und unsere Aufgabe ist es, das Geld so auszugeben, dass alle davon profitieren. Deshalb denken wir darüber nach, die erhaltenen Mittel für Bildung, Sport oder Kultur zu verwenden“, kommentierte der Bürgermeister von Kranj, Matjaž Rakovec.