Als erster Gast der neuen Event-Reihe "Business Talk" war am Donnerstag SPÖ-Landeshauptmann Peter Kaiser im Klubraum des Wiener "Managementclub" Gesprächspartner von Ex-ORF-Online-Chef und jetzigen Consulter Thomas Prantner.

Im rund einstündigen Gespräch ging es unter anderem um die Themen Migration und Asyl, die politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen angesichts der aktuellen Teuerungswelle und Energiekrise, die Konflikte rund um die Zukunft des Klagenfurter Flughafens sowie die großen Infrastruktur-, Bahn- und Straßenprojekte in Kärnten.

Kaiser bezeichnete die Koalition mit der ÖVP als "befriedigend", sein Wahlziel für die kommende Landtagswahl im März 2023 sei es, "stärkste Kraft zu werden mit einem klaren Vierer vorne".

Prantner im Gespräch mit Kaiser
Prantner im Gespräch mit Kaiser © KK/C3/Hans Leitner

Gespräche mit allen Parteien

Auf mögliche Koalitionspartner angesprochen, schloss Kärntens SPÖ-Chef dezidiert keine der im Landtag vertretenen Parteien aus. Auch nicht die FPÖ. Allerdings mit der Einschränkung, dass ein Wertekompass ausschlaggebend sei, mit wem die SPÖ in Koalitionsverhandlungen treten werde: "Zuerst sind die Wählerinnen und Wähler am Wort, danach werde ich selbstverständlich mit allen im neuen Landtag gewählten Parteien – und auch mit jenen, die den Einzug nicht geschafft haben, reden – selbstverständlich auch mit der FPÖ. Genau wie ich das auch nach der Landtagswahl 2018 getan habe. Da habe ich mit der FPÖ als zweitstärkste Partei gleich das erste Gespräch geführt. Und dann wird man sehen, welche Partei unseren Wertekompass, unsere Werte und Ziele für Kärnten teilt."

Auf Bundesebene wünscht sich Kaiser "baldige Neuwahlen". "Aus heutiger Sicht" unterstütze er Pamela Rendi-Wagner als Spitzenkandidatin seiner Partei.

Auf die Frage, ob er nach einer weiteren Amtsperiode als Kärntner Landeshauptmann als SPÖ-Kandidat bei der Bundespräsidentenwahl 2028 ins Rennen geht, sagte er: "Aus heutiger Sicht schließe ich das eher aus."