Prozess in KärntenKein vierfacher Totschlag: Afghane freigesprochen

Erwachsener sollte laut Staatsanwaltschaft 2015 bei einem Gefecht in Afghanistan vier Taliban getötet haben. Weil Auslieferung gescheitert war, musste er sich am Landesgericht Klagenfurt verantworten. Er habe die Geschichte nur erfunden, um Asyl zu bekommen, sagte er.

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In der afghanischen Stadt Kunduz kam es zu der Bluttat
In der afghanischen Stadt Kunduz kam es zu der Bluttat © AP
 

Ein ungewöhnlicher Prozess fand am Dienstag am Landesgericht (LG) Klagenfurt statt: Ein erwachsener afghanischer Staatsangehöriger und Asylwerber musste sich vor Richterin Ute Lambauer wegen Totschlags verantworten, wurde aber schließlich freigesprochen. Die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab, das Urteil ist damit nicht rechtskräftig. Das Gericht ordnete die Enthaftung des 28-Jährigen und die Übergabe an die Fremdenpolizei an - sie wird entscheiden, was weiter mit ihm passiert.