Erspartes ist wegFalscher Soldat lockte Kärntnerin mehrere Zehntausend Euro heraus

Die Frau sollte für den Mann das Paket verwahren. Da es angeblich in unterschiedlichen Ländern beschlagnahmt worden sein soll, sollte sie es "freikaufen". Die Mittelkärnterin überwies ihr gesamtes Erspartes.

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Ihre Hilfsbereitschaft kam einer Kärntnerin teuer zu stehen
Ihre Hilfsbereitschaft kam einer Kärntnerin teuer zu stehen © (c) Dan Race - Fotolia
 

Eine Frau aus Mittelkärnten erstattete am Montag bei der Polizei Anzeige. Sie sei Opfer eines Betruges geworden, mehrere Zehntausend Euro habe sie verloren. Zur Vorgeschichte: Vor rund vier Monaten sei die Frau auf einer bekannten Social-Media-Plattform mit einem ihr unbekannten Mann in Kontakt getreten. Dieser gab sich als "Robert M. Hawards" aus. In mehreren Chats habe sich der Mann das Vertrauen der Kärntnerin erschlichen.

In den Konversationen gab er an, er sei britischer Staatsbürger und in Syrien bei einem militärischen Einsatz. Er wolle Geld, dass er dabei verdient habe, außer Landes bringen und bat die Frau, ob er ihr das Geld in einem Paket schicken und sie es für ihn verwahren könne.

Paket freikaufen

Die Frau stimmte zu. In der Folge wurde sie wiederholt von einem Luftfracht spezialisiertem Unternehmen via Instant-Messaging-Dienst kontaktiert. Ihr wurde mehrmals mitgeteilt, sie müsse als Paketempfängerin das Paket freikaufen, da dieses in unterschiedlichen Ländern bei diversen Behörden beschlagnahmt wurde.

Daraufhin überwies die Kärntnerin ihr gesamtes Erspartes in mehreren Tranchen auf diverse Konten in Deutschland. Insgesamt wurden von ihr mehrere Zehntausend Euro überwiesen.

Nachdem die Geschädigte Hilfe bei der Übersetzung einer E-Mail durch eine Bekannte benötigt hatte, wurde sie durch diese auf den Betrug aufmerksam gemacht.

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