Mit jedem 1. September treten in der katholischen Kirche in Kärnten Jahr für Jahr personelle Veränderungen in Kraft. Priester, Kapläne und Diakone wechseln Pfarren, erhalten Unterstützung oder zusätzliche Aufgaben, werden entlastet, gehen in Pension.
Was bei den Namensnennungen einmal mehr auffällt, ist der hohe Anteil an „Priestern aus der Weltkirche“, wie sie innerkirchlich genannt werden: aus Afrika, Indien, Ostländern. In der Ära von Bischof Alois Schwarz wurde das forciert, um alle Pfarrstellen mit Priestern besetzen zu können. Denn um den heimischen Priesternachwuchs schaut es seit längerem und weiterhin schlecht aus: „Da gibt es nichts zu beschönigen“, sagt Generalvikar Johann Sedlmaier, für Personelles in der Diözese verantwortlich.
Keine Priesterweihe
Heuer gibt es keine Priesterweihe, im Vorjahr war es eine. Nur vier Kärntner studieren derzeit auf alle Jahrgänge aufgeteilt im Priesterseminar in Graz. Ein Mann hat seine Ausbildung abgebrochen. In diesem Jahr kamen ein Priester aus Indien und zwei aus Nigeria nach Kärnten.
Nach St. Pölten
Drei Priester, die in der Ära von Bischof Alois Schwarz von Polen nach Kärnten kamen, sind wieder weg. Zwei sind Schwarz bereits im Vorjahr „auf persönlichen Wunsch hin und weil sie in freundschaftlicher Beziehung zu Schwarz stehen“ an dessen neue Wirkungsstätte (seit Sommer 2018) nach St. Pölten gefolgt, so Sedlmaier. Und zwar Krzysztof Nowodczynski und Robert Pavel Wajda. Mit kommendem 1. September wechselt ein dritter Priester, Christof Hinc, von Kärnten nach St. Pölten. Der gebürtige Pole nehme sich so für ein Jahr eine Auszeit und entscheide dann, ob er für immer in St. Pölten bleibt, so Sedlmaier.
Seelsorger für Afrikaner
Mit 1. September haben auch die afrikanischen Gläubigen in Kärnten einen Seelsorger: Louis Ifeanyichukwu Agim übernimmt die Funktion.