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Experte befürchtet"Die Delta-Mutation wird auch in Kärnten Fuß fassen"

Die britische Corona-Mutation hat in Kärnten die Ursprungsvariante fast zu 100 Prozent abgelöst. Primarius Jörg Weber glaubt, dass nun die Delta-Variante auf dem Vormarsch ist. 90 Prozent Schutz vor schweren Verläufen nach Zweitimpfung.

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Die Pandemie ist nicht vorbei, das Delta-Virus könnte uns im Sommer Probleme bereiten
Die Pandemie ist nicht vorbei, das Delta-Virus könnte uns im Sommer Probleme bereiten © Maridav - stock.adobe.com
 

Am 28. Jänner 2021 wurden in Kärnten die ersten Fälle der britischen Corona-Mutation bekannt. Inzwischen wird diese Variante als "Alpha-Virus" bezeichnet und nahezu 100 Prozent der Kärntner Neuinfektionen sind "britisch". Die Ursprungsvariante ist aus unserem Bundesland so rasch verschwunden, dass sie nicht einmal die Namensgebung "erlebt" hat.

Seit wenigen Wochen verwendet die Weltgesundheitsorganisation WHO nämlich griechische Buchstaben für die Mutationen. Beta ist die ehemalige südafrikanische Variante, Gamma die brasilianische und Delta die indische, die aktuell Anlass zur Sorge gibt. Letztere breitet sich in Großbritannien so rasant aus, dass alle Lockerungen aufgeschoben wurden. Nach Wien (22 Fälle) und Niederösterreich (8 Fälle) hat das Delta-Virus in Österreich auch Kärnten erreicht. Ein inzwischen wieder genesener Mann aus dem Bezirk Hermagor war damit infiziert, drei weitere Verdachtsfälle mit anderen Handlungssträngen werden analysiert.

Wird sich die Delta-Variante bei uns ausbreiten wie der Alpha-Virus? "Ich gehe davon aus, dass die Variante bei uns Fuß fassen wird, möglicherweise ähnlich wie die britische. Daher sollte man die Corona-Maßnahmen weiterhin ernst nehmen", meint Jörg Weber, Corona-Koordinator des Landes und Vorstand der Neurologischen Abteilung im Klinikum Klagenfurt. Die Dynamik und die Geschwindigkeit der Ausbreitung seien aber schwer vorauszusagen. Der Krankheitsverlauf sei bei der indischen Mutation etwas anders: "Kopfschmerz, Schnupfen und Halskratzen stehen im Vordergrund. Dass die Variante infektiöser ist oder die Erkrankung schwerer, ist aber nicht erwiesen."

Kaum schwere Verläufe

Studien hätten jedenfalls gezeigt, dass schwere Krankheitsverläufe nach Zweitimpfungen von Biontech-Pfizer und Astrazeneca zu 90 Prozent auszuschließen seien. Weber: "Bei Moderna und Johnson ist es nicht untersucht und erwiesen. Ich erwarte aber keine Unterschiede in der Wirksamkeit."

Nicht ausgebreitet haben sich in Kärnten übrigens die Beta- und Gamma-Varianten. Von der Beta-Mutation wurde im März 2021 ein Fall bekannt. Der Mann war aus Afrika über Italien nach Kärnten eingereist. Zwei Fälle der Gamma-Variante wurden im Herbst 2020 bei Heeresangehörigen in Oberkärnten bekannt.

 

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