AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Ausnahmeregelung wird beantragtWirbel um Verbot der Lagerung von Siloballen auf Wiesen

Kärntner Bauern brauchen genehmigten Lagerplatz für Ballen und Holz oder müssen nach neun Wochen umlagern. Landwirtschaftskammer übt heftige Kritik. Naturschutzbehörde beruft sich auf Verwaltungsgericht, Erlass habe es keinen gegeben.

Landwirt Claus Jessenitschnig, hier mit Mößler und Fradler (von links), ist einer von tausenden betroffenen Bauern
Landwirt Claus Jessenitschnig, hier mit Mößler und Fradler (von links), ist einer von tausenden betroffenen Bauern © Karin Hautzenberger
 

Die Aufregung unter den Kärntner Bauern ist groß: Die erste Mahd steht bevor und viele wissen nicht, wo sie ihre Silo- und Heuballen lagern sollen. In den vergangenen Monaten hätten nämlich mehrere Landwirte ein Schreiben erhalten, dass sie aufgrund eines Erlasses der Naturschutzbehörde des Landes diese nicht länger als neun Wochen auf der Wiese lagern dürfen oder einen Lagerplatz behördlich genehmigen lassen müssen. Die zuständige Naturschutzabteilung dementiert nun: Auslöser sei die Anfrage der Landwirtschaftskammer gewesen, ein entsprechendes Erkenntnis des Landesverwaltungsgerichtshofes "zu konkretisieren". Es habe keinen Erlass gegeben. Das betreffende Gesetz bestehe bereits seit 2002 in der geltenden Fassung.

Kommentare (11)

Kommentieren
Hannes1212
19
11
Lesenswert?

Die armen Bauern ;)

Damals bei einem Bericht musste ich lachen wo ein Landwirt sich über Radfahrer aufregte weil diese beim Fahren für Abrieb von Mikroplastik im Wald und Wiesenbereich sorgen.

Aber klar das eigene "Plastik" ist gesund und kein Problem.

Naja Landwirte sind halt oft schwer zu verstehen und schauen nur auf sich selbst

Antworten
CuiBono
5
15
Lesenswert?

Nicht nachvollziehbar

ist MIR diese Regelung.

Ich habe meine kritische Einstellung zu unserer Bauernschaft schon mehrmals Ausdruck gegeben, aber die gegenständliche Regelung kann ich in keiner Weise nachvollziehen.

Die hier geschilderten Argumente sind mir unverständlich. Was meint die Schaar mit „Jedenfalls ist der Bodeneintrag durch die Versiegelung der Siloballen (Mikroplastik) zu berücksichtigen und daher ist ein rechtskonformes Verfahren sehr wohl im Sinne des Naturschutzes.“? Hat Schaar dafür belegbare und glaubwürdige Zahlen? Oder zieht sie sich das aus den Fingern?
Das Mikroplastik hat man auf jeden Fall, noch dazu vermehrt durch blödsinnige Umlagerungen.
Wenn schon müsste man das Problem ganz anders angehen, aber dazu reicht's scheinbar nicht.

Antworten
MG1977
21
11
Lesenswert?

Absolut richtig!

Ich finde es gut, daß in Zukunft darauf geachtet werden soll, wo die Ballen gelagert werden. Jetzt werden sie meist am Wiesenrand neben Bächen abgestellt, weil dort ohnehin nicht viel wächst und beim nächsten Hochwasser besteht die Gefahr, daß die Heuballen mitgerissen werden und zu Verklausungen an Brücken und anderen Engstellen führen.

Antworten
LaPantera69
9
12
Lesenswert?

Diese "UMWELT"-Landesrätin...

..hat schon einen eigenartigen Zugang zum Thema Umwelt - siehe Windräder auf den Almen. Nimmt die unwiederbringliche Zerstörung der Fauna und Flora in Kauf, damit die Windkraftlobby sich dumm und dämlich verdienen kann...

Antworten
Landbomeranze
6
22
Lesenswert?

Mich wundert, dass sich die Bauern das alles gefallen lassen

Keine Kühe auf der Alm, keine Siloballen am Wiesenrand, kein Holz im Wald (derzeit übernehmen dieses die Sägewerke nicht, weil sie das importierte Holz auf ihren Lagerplätzen stapeln). Wäre ich Landwirt oder Forstwirt, dann würde ich auf meiner Alm, in meinem Wald und auf meinen Feldwegen überall Begehungsverbote verhängen und Verstöße wie bei den Privatparkplätzen in der Stadt mit Besitzstörungsklagen ahnden. Dass da die Bauern nicht auf die Straße gehen, wundert mich. Keine andere Berufsgruppe würde sich das alles gefallen lassen. Kein Wunder, dass immer mehr das Handtuch werfen. Irgendwann werden wohl die Bergwächter mit der Frau Landesrat die Landschaft pflegen. Irre was da derzeit gegen die Land- und Forstwirtschaft abgeht.

Antworten
Giuseppe08
29
24
Lesenswert?

Wieso Plastik?

Früher gab es Heu und dieses musste in einem geeigneten Gebäude trocken gelagert werden. Wieso muss man Plastik verwenden, wenn man die Nachteile (Ölverbrauch, Mikroplastik, Gesundheitsschäden) davon längstens kennt? Die Bauern sollen wieder nachhaltig wirtschaften und die Umwelt schützen.

Antworten
joektn
18
22
Lesenswert?

Hm

Früher hat man das Heu noch auf den "Heumandln" bzw Heureiter getrocknet und gelagert und das schaut doch hübscher aus, als diese großen Plastikkugeln, die überall auf den Feldern herum liegen. Back to the roots wäre mal was.

Antworten
Landbomeranze
2
8
Lesenswert?

Schon einmal daran gedacht,

dass man zu Zeiten als dies geschah, 10 bis 15 Helfer hatte, die die Reiter auf relativ kleinen Wiesen aufstellten und dann das Heu hinaufhängten. Heute gibt es nur mehr den Landwirt und seine Frau, die auf dem Betrieb arbeiten, sie Hm. Die zwei müssen in derselben Zeit heute das Erntegut auf der 5-10 fachen Fläche einbringen, damit sie "EU-wettbewerbsfähig" sind. Tun sie das nicht, dann suchen sie sich besser einen Zweitjob. Das tun übrigens ohnedies bereits 80 Prozent der Bauern und den Betrieb bewirtschaften sie nach Dienstschluss, am Wochenende und im Urlaub, an dem die Frau Landesrat die Seele baumeln lässt.

Antworten
Isolde9
20
23
Lesenswert?

Find ich gut ...

Bei aller Wertschätzung der Arbeit unserer Bauern glaube ich, dass es vertretbar ist, dass diese "wilden" Lagerungen der wenig schönen (manchmal sogar rosaroten oder blauen) Silageballen kreuz und quer an den Acker- und Wiesenrändern verboten werden. Diese Ballen verschandeln tatsächlich das Landschaftsbild und ich glaube, dass es zumutbar ist, diese in Hofnähe zu lagern.

Antworten
martinx.x
22
14
Lesenswert?

dieser Umweltlandesrätin

ist wohl Corona nicht gut bekommen..

Antworten
hermyne
6
9
Lesenswert?

Unnötiger Kommentar

Ihnen scheinbar auch nicht!

Antworten