Mit einer Diversion endete am Dienstag jener Prozess, bei dem eine praktische Ärztin am Landesgericht Klagenfurt auf der Anklagebank saß. Der Frau wurde zur Last gelegt, eineinhalb Jahre lang Patienten mit zu hohen Dosen an suchtmittelhältigen Medikamenten versorgt zu haben. Auch rund 50 Drogenabhängige zählten zu ihren Patienten.
Die Kärntner Gebietskrankenkasse (KGKK) schloss sich dem Gerichtsverfahren als Privatbeteiligte an und forderte von der Angeklagten mehr als 6000 Euro zurück. Ihren Kassenvertrag behält die Allgemeinmedizinerin. „Der Vertrag ist aufrecht und läuft weiter“, sagt KGKK-Direktor Maximilian Miggitsch. Kontrollen, um Fälle wie diesen zu vermeiden, wird es keine geben. „Wir haben mehr als 1000 Vertragspartner und haben ein Abrechnungs- und kein Kontrollprogramm“, sagt Miggitsch. Besagte Allgemeinmedizinerin werde aber genau beobachtet.