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Höchste WarnstufeVon Muren bedroht: Vier Familien mussten ihre Häuser verlassen

Schnee, Starkregen und Sturm drohen die Lage in Kärnten und Osttirol noch zu verschlimmern. Meteorologen haben die höchste Warnstufe ausgegeben.

Hochwasser am Faaker See
Hochwasser am Faaker See © FF Faak am See/Facebook
 

Hochwasser und Schneechaos herrschen nach wie vor in Osttirol und Teilen Kärntens. Während am Samstag die Niederschläge kurz nachgelassen haben, sind bereits in der Nacht auf Sonntag weitere heftige Schneefälle und Starkregen vorhergesagt.

Am Samstag tagte zwei Mal der Krisenstab des Landes. Für Lavamünd gibt es mittlerweile eine Hochwasserwarnung. Aktuell wird dort intensiv an Schutzmaßnahmen entlang der Drau gearbeitet.

 

 

Die aktuellen Geschehnisse hier im Überblick:

22.15 Uhr: 1700 Haushalte ohne Strom

In Osttirol sind mittlerweile wieder mehr Haushalte mit Strom versorgt, wie die "Tinetz" bekannt gibt: "In den Abendstunden konnte die 25kV-Leitung Pustertal bis Sillian und weiters das Lesachtal bis Kartitsch versorgt werden." Noch keinen Strom gibt es in Matrei bis Tauental und Kalsertal bis Talschluss, im Villgratental, im Lesachtal ab Kartitsch bis zur Landesgrenze und zum Teil im Raum Lienz: "Derzeit sind noch zirka 1700 Kunden ohne Strom."

21.25 Uhr: Straße wieder geöffnet

Die Sperre der Innerkremser Landesstraße (L 19) Samstagabend wieder aufgehoben. Das gab die Landespolizeidirektion Kärnten bekannt. Die Sperre der Katschbergstraße Bundesstraße (B 99) zwischen Saraberg bei Rennweg und der Katschberghöhe bleibt wegen Gefahr im Verzuge aufrecht.

21.00 Uhr: Mehrere Häuser evakuiert

In der Ortschaft Grantsch in Millstatt mussten zwei Häuser evakuiert werden. Dort ist bereits oberhalb der Ortschaft eine Mure abgegangen. Aufgrund der erwarteten Niederschläge seien die Bewohner in Gefahr. Der Bürgermeister hat daher angeordnet, dass die Menschen ihre Wohnhäuser für mehrere Tage verlassen müssen. Die Bewohner eines Wohnhauses wurden evakuiert, beim zweiten Wohnhaus sind die Bewohner derzeit im Ausland.

Zwei weitere Wohnhäuser in der Gemeinde Lendorf bei Spittal mussten ebenfalls evakuiert werden. Nach Einschätzung des Landesgeologen konnte dort ein Abrutschen des angrenzenden Hanges nicht ausgeschlossen werden.

20.23 Uhr: Villach sperrt Straßen

In der Stadt Villach werden wegen des drohenden Hochwassers am Sonntag Straßen gesperrt - und zwar die Drauberme und die Fußgängerbrücke in der Schütt. „Wir ersuchen die Bürgerinnen und Bürger, bis zur Entschärfung der derzeitigen Wetterlage unbedingt, die Draubermen nicht zu betreten. Sobald Entwarnung gegeben kann, werden wir natürlich darüber informieren“, sagt Bürgermeister Günther Albel. Am Sonntag werden in Villach Experten des Katastrophen-Einsatzstabes tagen.

Am Sonntag tagt auch in Villach der Krisenstab
Am Sonntag tagt auch in Villach der Krisenstab Foto © Christine Lepuschitz

19.25 Uhr: 500 Helfer im Einsatz

In Osttirol arbeiten die Monteure der "Tinetz" ebenfalls unter Hochdruck daran, wieder möglichst viele Haushalte mit Strom zu versorgen. Während des Tages war der Strom kurzzeitig im ganzen Bezirk ausgefallen, auch in Lienz. Mittlerweile sind noch rund 4000 Haushalte nicht versorgt. Dort standen rund 500 Helfer im Einsatz. Am Sonntag rechnet man aber aufgrund der prognostizierten Niederschläge erneut mit Stromausfällen. In Kärnten standen laut Landesalarm- und Warnzentrale die Feuerwehren allein am Samstag rund 500 Mal im Unwettereinsatz. Die Helfer in den betroffenen Gebieten warnen die Bevölkerung davor, die Häuser zu verlassen.

18.30 Uhr: 1000 Haushalte ohne Strom

Samstagnachmittag hat in Kärnten wieder der Landeskrisenstab unter der Leitung des Katastrophenschutzreferenten Daniel Fellner und des Katastrophenschutzbeauftragten Markus Hudobnik getagt. Dabei wurde unter anderem das weitere Vorgehen in Lavamünd besprochen. Dort werde intensiv an Maßnahmen zum Hochwasserschutz gearbeitet. Die Kärnten Netz ist unterdessen damit beschäftigt, alle Kärntner Haushalte wieder mit Strom zu versorgen. Derzeit sind unter 1000 Haushalte unversorgt, die Schwerpunkte liegen im Lesachtal sowie bei Heiligenblut und Stall im Mölltal.

17.48 Uhr: Alarmbereitschaft im Gurktal

Auch im Gurktal mussten die Feuerwehren am Samstag mehrmals wegen Überflutungen ausrücken. Am schwersten betroffen waren Straßburg und Gurk. Um sich vor einem Hochwasser zu schützen, haben dort die Kameraden mittlerweile Barrieren mit Sandsäcken aufgebaut. Die Feuerwehren stehen in Alarmbereitschaft. Auch entlang der Glan sowie in Faak und Müllnern könnte es zu Überflutungen kommen. Der Faaker See hat derzeit einen Wasserspiegel von HQ 30 (dreißigjähriges Hochwasser).

Hochwasser Gurk
Überföluteter Keller im Gurktal. "Der einzige Trost - das Grundwasser ist klar, kein Schlamm", schreibt dazu Ingrid Sabitzer-Vizthum Foto © Sabitzer-Vizthum/Facebook

Die Gurk führt Hochwasser. Die Kameraden der FF Gurk und der FF Straßburg errichteten Barrieren mit Sandsäcken, um die umliegenden Gebäude zu schützen
Die Gurk führt Hochwasser. Die Kameraden der FF Gurk und der FF Straßburg errichteten Barrieren mit Sandsäcken, um die umliegenden Gebäude zu schützen Foto © FF Gurk/Facebook

17.38 Uhr: Weitere Straßenfreigabe

Auch die Gailtal Straße (B 111) wurde laut Bürgerservice Lesachtal wieder bis Maria Luggau freigegeben. Der Abschnitt zwischen Liesing und Maria Luggau ist allerdings nur einspurig befahrbar.

17 Uhr: Straße freigegeben

Die Sperre der Millstätter Straße in Döbriach wurde aufgehoben. Zur Die FF Döbriach hat dort Posten eingeteilt, gefährdete Bäche zu überwachen. Gesperrt bleibt allerdings die Kleinkirchheimer Straße (B 88) - und das bis einschließlich Dienstag. Die Straße ist ab der Ortschaft St. Peter im sogenannten Kirchheimer Graben in der Gemeinde Radenthein bis Bad Kleinkirchheim gesperrt. Es gibt keine Umfahrungsmöglichkeit.

16.49: Warnung vor Lawinen

In weiten Teilen Oberkärntens und in Osttirol herrscht große Lawinengefahr, warnen die Experten des Lawinenwarndienstes. In höheren Lagen im Westen Kärntens sowie in ganz Osttirol sei die Lage kritisch. Dort wurde die Warnstufe vier auf der fünfteiligen Skala ausgegeben.

16.14 Uhr: Mölltalstraße freigegeben

Die Gemeinden des Mölltales von Stall aufwärts waren bis 16 Uhr mit dem Pkw nicht erreichbar, denn die Mölltalstraße (B 106) war seit Freitagabend von Lawinenabgängen und umstürzenden Bäumen stark gefährdet. Inzwischen konnte sie frei gegeben werden. Die Stromversorgung und die Wiederherstelltung des A1-Mobilnetzes ist bis Samstagnachmittag zu 90 Prozent gelungen.

15.10 Uhr: Hochwasserwarnung in Feldkirchen

Auch im Bezirk Feldkirchen müssen sich die Menschen auf ein mögliches Hochwasser vorbereiten. Bezirkshauptmann Dietmar Stückler gab Samstagnachmittag eine entsprechende Warnung heraus. Am Samstag ab 20 Uhr und am Sonntag sei mit kleinräumigen Überschwemmungen an Gurk, Tiebel, Glan und deren Zubringerflüssen zu rechnen. Menschen die an Fließgewässern leben werden aufgerufen, Eigenschutzmaßnahmen zu treffen. Der Krisenstab sei ebenfalls in Bereitschaft, so Stückler.

15 Uhr: Baum fiel auf Feuerwehrauto

Die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren. Allerdings ist die Situation auch für die Einsatzkräfte gefährlich, wie ein Vorfall im Mölltal zeigt. "In der Gemeinde Stall ist ein fahrendes Feuerwehrauto von einem umstürzenden Baum getroffen worden, während es einem Rettungsauto behilflich war, zu einem Gehöft zu kommen. Gott sei Dank wurde niemand verletzt. Die Situation ist in allen Ortschaften im Oberen Mölltal ähnlich gefährlich", sagt Bezirksfeuerwehrkommandant Kurt Schober. Bezirkshauptmann Klaus Brandner machte sich am Samstag zu Mittag ein Bild von der Lage: "Man muss an die Vernunft und das Sicherheitsbewusstsein aller appellieren, sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten. Die Schneemengen sind teilweise enorm."

14.22 Uhr: Höchste Warnstufe ausgegeben

Die nächste Schlechtwetterfront steuert auf Kärnten und Osttirolzu. Die Unwetterwarnzentrale hat nun für Osttirol und Teile Oberkärntens die Höchste Warnstufe auf der fünfteiligen Skala ausgegeben. In Osttirol und Teilen der Bezirke Hermagor und Spittal drohen heftige Schneefälle die Lage wieder zu verschärfen. Im gesamten Bezirk Hermagor ist außerdem in den kommenden Stunden mit Starkregen zu rechnen. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Zamg) ist außerdem mit heftigen Windböen zu rechnen.

www.uwz.at Die Unwetterwanrzentrale hat für Osttirol und Teile Kärntens die höchste Wetterwarnstufe ausgegeben. Es drohen heftige Schneefälle und Starkregen
Die Unwetterwanrzentrale hat für Osttirol und Teile Kärntens die höchste Wetterwarnstufe ausgegeben. Es drohen heftige Schneefälle und Starkregen © www.uwz.at

Eine gute Nachricht kommt unterdessen vom Bürgerservice Lesachtal. Dieses gab bekannt, dass die Sperre der Gailtal Straße (B 111) zwischen Liesing und Kötschach am Samstag um 14 Uhr aufgehoben werrden konnte. Weiter bis Maria Luggau bleibt die Straße vorerst gesperrt: "Eine Durchquerung des Lesachtals in Richtung Osttirol ist daher nicht möglich."

13.25 Uhr: Baum stürzt auf Schulgebäude

Auch in St. Jakob im Defereggental kämpft man mit den Folgen der starken Schneefälle der vergangenen Tage. Dort kam es auch zu einer gefährlichen Situation: Ein riesiger Nadelbaum stürzte in das Büro des Schulclusterleiters Markus Toenig.

Mit einem Kran wurde der Baum entfernt
Mit einem Kran wurde der Baum entfernt Foto © Brunner Images | Philipp Brunner

13.06 Uhr: Lawinen im bewohnten Gebiet

Immer wieder gehen im Lesachtal kleinere Lawinen im bewohnten Gebiet ab. Evakuierungen hat es bisher haber noch keine gegeben. Mit Pflügen und Fräsen werden Wege geräumt.  Mittlerweile steht auch im Raum, dass die Straße ins Lesachtal für den öffentlichen Verkehr wieder geöffnet werden kann. Noch ist es aber nicht soweit.

12.50 Uhr: Straße abgerutscht

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Göriach unter Einsatzleiter Thomas Rainer wurden Samstagvormittag zu einem Einsatz zur Straße nach Tröbach in der Gemeinde Lurnfeld gerufen. Ein Teil der Straße ist abgerutscht. Sie musste gesperrt werden.

12.33 Uhr: Tausende Haushalte weiter ohne Strom

Seit den frühen Morgenstunden wird auf Hochtouren gearbeitet. Das große Problem, so Robert Schmaranz von "Kärnten Netz": "Wir kommen zu einigen Störstellen aktuell nicht dazu." Und so sind in Kärnten Samstagmittag nach wie vor 2000 Haushalte ohne Stromversorgung. Vor allem betroffen sind das Obere Mölltal und das Lesachtal, das zum Großteil unversorgt ist. Schmaranz: "Wir werden jetzt Stromaggregate aufstellen, um die Bevölkerung in den Kerngebieten zu versorgen."

FF Kraig Umgestürzte Bäume blockieren Straßen. Kelag-Mitarbeiter kommen nur schwer an Störstellen ran
Umgestürzte Bäume blockieren Straßen. Kelag-Mitarbeiter kommen nur schwer an Störstellen ran © FF Kraig

Die TINETZ meldet Samstagmittag, dass es in Osttirol noch immer nur eine Teilversorgung gibt. Kurz vor Mitternacht hatte es ja in Osttirol einen totalen Stromausfall gegeben. Derzeit sind von den um Mitternacht 24.000 unversorgten Kunden noch circa 5000 ohne Strom.

12.15 Uhr: Bahnverbindungen eingeschränkt

Die starken Schneefälle der vergangenen Tage sorgen auch am Samstag in Oberkärnten und Osttirol für eingeschränkten Bahnverkehr. Züge durch die ÖBB-Tauernschleuse zwischen Mallnitz und Böckstein sollten ab Samstagmittag "bis auf weiteres" im Zwei-Stunden-Takt verkehren. Die bereits ausgerufene Streckensperre zwischen Lienz und Innichen blieb aufrecht. Grund für die Einschränkungen war die Stromversorgung sowie mehrere umgestürzte Bäume, die auch Oberleitungen und deren Masten beschädigt hatten, informierte die ÖBB am Samstag. Aufgrund der Witterungssituation seien die Instandsetzungsarbeiten nur erschwert möglich.

Auf der Drautalstrecke zwischen Lienz und Innichen sollte der zuletzt eingestellte Schienenersatzverkehr - mit Ausnahme des Lienzer Stadtbusses - um die Mittagszeit wieder aufgenommen werden, teilte das Unternehmen mit. Auf allen anderen Strecken in Kärnten war der Bahnverkehr uneingeschränkt möglich.

11.55 Uhr: Erkundungsflüge gestartet

Nachdem der Nebel sich verzogen hat, wurden nun auch in Oberkärnten Erkundungsflüge gestartet. Experten werden von der Luft aus beurteilen, von welchen Hängen Gefahr ausgeht und wo Straßen gefahrlos geräumt werden können.

11.25 Uhr: Vorkehrungen zum Schutz von Lavamünd

Am Samstag tagte in der Landesalarm- und Warnzentrale erneut der Krisenstab aus Behördenvertretern, Einsatzkräften, Bundesheer und Meteorologen.  Laut aktuellen Prognosen könnte es zu Überflutungen in Lavamünd kommen. Von der Bezirkshauptmannschaft Völkermarkt wurde ein Bescheid erlassen, der vorgibt, den Stauraum Edling (Völkermarkter Stausee) auf ein Staumaß von bis zu drei Meter zu reduzieren. Zusätzlich wird in Lavamünd gerade intensiv an temporären Hochwasserschutzmaßnahmen gearbeitet.

In Lavamünd werden Sandsäcke befüllt
In Lavamünd werden Sandsäcke befüllt Foto © FF Hart

Der Landeskrisenstab steht zudem über Katastrophenschutzbeauftragten Markus Hudobnik in engem Kontakt mit dem Nachbarland Slowenien. Informiert wurden laut Völkermarkts Bezirkshauptmann Gert Klösch auch bereits die Fischereiverantwortlichen und Bootsbesitzer. Wolfsbergs Bezirkshauptmann Georg Fejan koordiniert den Einsatz in Lavamünd vor Ort.

11.05 Uhr: Wetterwarnung der ZAMG

Die Verschnaufpause ist nur kurz. Die nächste Regen- und Schneefront steuert bereits auf Kärnten und Osttirol zu. Vonseiten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) gab es  Samstagvormittag nun erneut eine rote Warnung für Teile Osttirols und für Oberkärnten. Es kann in diesen Bereichen wieder zu Problemen durch umstürzende Bäume, Überschwemmungen und Hangrutschungen kommen. Hier finden Sie alle Warnungen auf einen Blick!

10.50 Uhr: 90 Zentimeter Schnee in Liesing

Auch über die Nacht sind im Lesachtal wieder einige Zentimeter Neuschnee dazugekommen. Aktuell haben die Niederschläge nachgelassen. In Liesing kamen in den vergangenen Tagen insgesamt 90 Zentimeter Schnee zusammen.

(c) Hans Guggenberger 90 Zentimeter dick ist die Schneedecke in Liesing
90 Zentimeter dick ist die Schneedecke in Liesing © (c) Hans Guggenberger

10.20 Uhr: Hochwasserwarnung für Lavamünd

Die Marktgemeinde Lavamünd hat auf ihrer Facebook-Seite Samstavormittag eine Hochwasserwarnung des Hydrografischen Dienstes Kärnten veröffentlicht. Demnach ist zwischen Samstagabend und Montag mit weiteren großen Niederschlagsmengen zu rechnen.

Die Drau bei Lavamünd Samstagfrüh
Die Drau bei Lavamünd Samstagfrüh Foto © Bachhiesl

Zwischen 100 und 150 Milliliter werden vor allem für das Obere Drautal, die Hohen Tauern, das Gailtal und die Karawanken prognostiziert. Die Schneefallgrenze steigt auf 1500 bis 2000 Meter an. In Lavamünd wird von Sonntag auf Montag ein Spitzenabfluss von 1900 Kubikmeter in der Sekunde erwartet.

10.15 Uhr: In Kirchbach wurde Haus von Mure erfasst

Eine Nassschneelawine erfasste Freitagabend ein Wohnhaus in Griminitzen (Kirchbach). „Im Haus entstand großer Schaden aufgrund des Wassereintrittes, die Bewohner mussten aber nicht evakuiert werden“, sagte Bürgermeister Hermann Jantschgi.

Eine Nassschneelawine erfasste Freitagabend ein Wohnhaus in Griminitzen Foto © KK/HERMANN JANTSCHGI

10.08 Uhr Feuerwehrmann bei Unfall verletzt

Wie die Polizei meldet, wurde in der Nacht auf Samstag ein junger Feuerwehrmann bei einem Verkehrsunfall verletzt. Der 19-Jährige aus Velden war mit seinem Pkw auf der Köstenberger Landesstraße in Richtung Rüsthaus unterwegs. Die Feuerwehr war gegen Mitternacht zu einem Einsatz alarmiert worden. Im Freilandgebiet von Köstenberg war die Straße durch Erde stark verschmutzt. Der Wagen kam von der Fahrbahn ab, überschlug sich und landete auf dem Dach liegend in einem Bachbett. Der junge Mann konnte sich zum Glück selbst aus dem Wrack befreien. Er wurde ins LKH Villach eingeliefert.

9.57 Uhr: Häuser werden mit Sandsäcken geschützt

Nicht nur in Oberkärnten, unter anderem auch im Gurktal hat man mit den Wassermassen zu kämpfen. Dort tritt die Gurk über die Ufer. Feuerwehrleute schützen seit den frühen Morgenstunden das Haus von Familie Sabitzer in Straßburg mit Sandsäcken.

Seit 6 Uhr in der Früh sind die Kameraden in Straßburg im Einsatz Foto © Gebeneter

9.40 Uhr: Hubschrauber befreien Bäume vom Schnee

"Regen und Schneefälle haben in den Morgenstunden nachgelassen. Jetzt können wir den gesamten Fokus auf die Wiederherstellung der Stromversorgung und die Aufhebung der Straßensperren legen", so die Lienzer Bezirkshauptfrau Olga Reisner Samstagvormittag in einer Aussendung. Seit den Morgenstunden wurde bei zahlreichen Helikopterflügen die Lage erkundet, zudem wurden beim sogenannten "Downwash" Bäume und Stromleitungen vom Schnee befreit. Auch in Kärnten gab es schon solche Maßnahmen.

9.23 Uhr: 32 von 57 Feuerwehren im Einsatz

Wie der Villacher Bezirksfeuerwehrkommandant Libert Pekoll meldet, sind auch im Bezirk Villach-Land die Einsatzkräfte stark gefordert. In der Nacht standen 32 der 57 Feuerwehren im Einsatz.

9.15 Uhr: Oberes Mölltal komplett abgeschnitten

„Das Obere Mölltal ist komplett abgeschnitten“, sagt Bezirksfeuerwehrkommandant Kurt Schober. Unzählige Murenabgänge und aufgrund der schweren Schneelast umgestürzte Bäume machen Straßen unpassierbar. „Die Bäume liegen kreuz und quer. Es war in der Nacht für die Feuerwehren teilweise zu gefährlich, die umgestürzten Bäume zu beseitigen. Überall hat es furchtbar gekracht.

Mure verlegt Straße im Gemeindegebiet von Flattach Foto © KK/KURT SCHOBER

Ein Feuerwehrauto, das in Stall zu einem medizinischen Notfall ausgerückt ist, wurde von einem Baum getroffen. Mit der telefonischen Hilfe eines Notarztes konnte der Bürger aus Stall seine Schnittwunde selbst verbinden“, schildert Schober. Mit den Aufräumarbeiten wurde in den frühen Morgenstunden begonnen.

9.00 Uhr: Mure verlegte Millstätter Straße

An der Ortseinfahrt Döbriach (Gemeinde Radenthein) verlegt eine Mure die Millstätter Straße. Laut Bürgermeister Michael Maier sind die Aufräumarbeiten im Gange. „Bis gegen Mittag dürfte die Straße wieder befahrbar sein. Im Gemeindegebiet kam es allerdings zu mehreren kleinflächigen Hangrutschungen, die noch aufzuräumen sind“, sagt Maier.

Die Mure, welche die Döbriacher Ortseinfahrt verlegt, wird seit den Morgenstunden beseitigt Foto © KK/MICHAEL MAIER

8.30 Uhr: Lesachtal von Außenwelt abgeschnitten

Das Lesachtal ist weiter von der Außenwelt abgeschnitten und es gibt dort auch nach wie vor auch keinen Strom. Große Gefahr geht von Hangrutschungen aus.

Hangrutschungen sind jetzt die große Gefahr
Hangrutschungen sind jetzt die große Gefahr Foto © (c) Hans Guggenberger

8.10 Uhr: Hubschrauber steht bereit

"Die Lage beruhigt sich ein bisschen, der Niederschlag hat etwas nachgelassen. Wir hoffen auf eine kleine Verschnaufpause", sagt Spittals Bezirkshauptmann Klaus Brandner. Sobald sich der Nebel lichtet, wird am Samstag ein Expertenteam mit dem Hubschrauber zu Erkundungsflügen aufbrechen. Dann wird beurteilt, wo Straßen gefahrlos geräumt werden können. Dort, wo das jetzt schon möglich ist, sind Mitarbeiter von Straßenmeistereien, Bauhöfen und auch Feuerwehrleute bereits jetzt schon im Einsatz.

7.35 Uhr: Zahlreiche Straßensperren

In der Nacht auf Samstag kam es zu einigen Hangrutschungen, Muren und Felsstürzen. So wurde etwa die Teuchener Landesstraße (L 46) verlegt und musste für den gesamten Verkehr gesperrt werden. Auch die Obermillstätter Landesstraße (L 17) musste im Bereich Tangern, Gemeinde Millstatt, wegen einer Hangrutschung kurzfristig gesperrt werden.

Im Bereich Stuben, Gemeinde Weißenstein, wurde die Glanzer Landesstraße (L 39) wegen einer Hangrutschung für den gesamten Verkehr gesperrt, da weitere Nachrutschungen nicht ausgeschlossen werden können. Und die Ferndorfer Landesstraße (L 37) musste ebenfalls wegen eines Hangrutsches gesperrt werden.

Zwischen Lieserhofen und Trebsing war die Katschberg Bundesstraße (B 99) wegen eines Felssturzes nicht befahrbar. Die Millstätter Bundesstraße (B 98) wurde im Bereich von Döbriach gesperrt, da mehrere Muren die Fahrbahn verlegten. Nach starken Regenfällen wurde in Presseggen, Gemeinde Hermagor, die Gailtal Bundesstraße (B 111) auf einer Länge von circa 200 Metern verlegt. Sie konnte nach den Aufräumungsarbeiten wieder für den Verkehr freigegeben werden.

7.00 Uhr: Brand bei einem Wohnhaus

Wie die Polizei Samstagfrüh mitteilt, ist in der Gemeinde Mallnitz der Masten einer 110 KV-Leitung genickt. Es kam dadurch zu einem Zählerkastenbrand bei einem Wohnhaus. Das Feuer konnte zum Glück rasch gelöscht werden und es wurde niemand verletzt. 

6.30 Uhr: Tausende Haushalte ohne Strom

Auch für die Kelag war es eine "sehr intensive Nacht", wie Robert Schmaranz von "Kärnten Netz" Samstagfrüh sagt. Aktuell sind in Kärnten noch 2600 Haushalte ohne Strom. Betroffen sind: das Obere Mölltal von Winklern bis Heiligenblut, das Gebiet um den Ankogel, das gesamte Lesachtal, die Innerkrems, die Innere Wimitz sowie kleinere Bereiche rund um Eisenkappel. Schmaranz: "Unsere Monteure fahren bereits aus. Das große Fragezeichen ist jedoch, welche Straßen weiter gesperrt sind und wo wir überhaupt hinkommen."

In Osttirol kam es Freitag kurz nach 23.30 Uhr überhaupt zu einem totalen Stromausfall. Grund dafür waren, wie Tinetz meldet, Anlagenbeschädigungen in mehreren Umspannwerken. Aktuell sind von den um Mitternacht 24.000 Haushalten noch 5400 ohne Strom. Die Versorgung konnte in den Nachtstunden schrittweise wiederhergestellt werden. 

 

Kommentare (5)

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LaPantera69
59
13
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Kärnten versinkt...

...und der Landeshauptmann hat nichts besseres zu tun, als den Parteitag in Burgenland zu besuchen...

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Apulio
4
38
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Soll der LH

Gummistiefel anziehen und bei den Aufräumungsarbeiten mit helfen??🤭

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vitriol74
0
1
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Wäre ein Anfang bei der Gage 😉

aber die Probleme der SPÖ sind wohl schlimmer als die Unwetter...

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joschi41
2
142
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Ausnahme

Schnee, Regen, Sturm, Muren und gebrochene Bäume, und das alles innerhalb einiger Tage bringen die Einsatzmannschaften an ihre physischen Grenzen. Und dort und da regen sich schon Stimmen, dass die Räumungen und Instandsetzungen zu langsam erfolgen. Wer weiß, unter welch erschwerten Bedingungen die Helfer mit ihrem Gerät am Werk sind, zieht den Hut und ist dankbar.

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Aussie03
3
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Danke

An alle Helfer! Diejenigen, die sich aufregen, sollten selbst mal Tag und Nacht für die Bevölkerung da sein und ihr Leben riskieren!
Denn diese Leute haben meist mit einer Hilfsorganisation nichts am Hut! Aber laut aufregen! Solche Leute sind dann die Gaffer und Störquellen bei sämtlichen Einsätzen, welche als erstes das Handy zücken um Fotos zu machen!
Danke an alle Einsatzkräfte! Gut Heil und kommt's gesund nach Hause!!!!

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