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ProzessWiesenmarkt-Schläger stehen heute vor dem Richter

Zwei Männer sollen im Vorjahr in St. Veit einen Deutschen (72) niedergeschlagen haben. Beide Angeklagten sind vorbestraft. Einer von ihnen wurde bereits 2017 auf dem Wiesenmarkt andgreiflich.

Der Wiesenmarkt war Schauplatz der am Dienstag verhandelten Gewalttat
Der Wiesenmarkt war Schauplatz der am Dienstag verhandelten Gewalttat © KLZ/Markus Traussnig
 

Fast 500.000 Menschen haben im Vorjahr den St. Veiter Wiesenmarkt besucht. Darunter auch zwei, die wohl besser daheim geblieben wären: Die beiden Männer haben, unter Einfluss von (zu) viel Alkohol, einen Urlauber (72) aus Deutschland schwer verletzt.

Heute, Dienstag, ab 9.30 Uhr müssen sich die beiden St. Veiter (22 und 26) vor einem Schöffensenat unter Vorsitz von Richterin Sabine Roßmann verantworten. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat die Männer wegen absichtlich schwerer Körperverletzung angeklagt.

In der Nacht auf 30. September urinierten die zwei Männer, sie waren stark betrunken, an eine Hausmauer gegenüber des Eingangs zum Wiesenmarktgelände. Zwei zufällig vorbeikommende Deutsche (72 und 49) sprachen die Männer an und wurden laut Ermittlungen von diesen attackiert.

Der 72-Jährige wurde laut Anklage mit mehreren Faustschlägen niedergestreckt. Als er der Deutsche am Boden lag sollen die Männer mit ihren Füßen gegen Kopf und Oberkörper des Opfers getreten haben. Dabei erlitt der 72-Jährige einen komplizierten mehrfachen Nasenbeinbruch. Die Täter flüchteten, konnten aber kurze Zeit später nahe des Tatortes festgenommen werden.

Vorbestraft

Beide Angeklagten sind vorbestraft. Der 22-Jährige sorgte 2017 für Aufsehen: Ebenfalls am St. Veiter Wiesenmarkt und ebenfalls betrunken, attackierte er einen Besucher und flüchtete. Als ihn Polizisten in einem Festzelt stellten, griff er einen Beamten an und verletzte ihn schwer. Dafür wurde der St. Veiter wegen Körperverletzung zu einer bedingten Haftstrafe verurteilt.

Im Falle einer Verurteilung in der jüngsten Anklage drohen den Angeklagten Haftstrafen zwischen einem Jahr und zehn Jahren. Für sie gilt die Unschuldsvermutung.

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