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KlagenfurtAttacke am Heiligengeistplatz: 14-Jährige verurteilt

Mädchen soll über Facebook Schläger angeheuert haben, um Mitschüler zu verprügeln. Am Montag stand die 14-Jährige, die seit Mai in U-Haft sitzt, wegen gefährlicher Drohung vor dem Richter. Das Urteil steht nun fest.

© KLZ/Weichselbraun
 

Mobbing, Morddrohungen, Hetze und schließlich eine brutale Attacke mit einem Schlagring: Die Torturen, die ein 15-jähriger Schüler erleiden musste, haben nichts mit Schülerstreichen zu tun. Eine Klassenkameradin des Klagenfurters überhäufte den 15-Jährigen mit übelsten Beschimpfungen, verstörenden Bildern und Morddrohungen. 380 Nachrichten dieser Art verschickte sie laut dem Vater des 15-Jährigen. Schließlich rief sie über Facebook dazu auf, den Schüler zu verprügeln.

Am 10. Mai wurden die Drohungen dann Realität: „Mein Sohn wurde um 7.15 Uhr an einer Bushaltestelle des Heiligengeistplatzes von einem ihm völlig fremden Jugendlichen mit einem Schlagring attackiert“, schildert der Vater. Der 15-Jährige wurde bei der Attacke schwer verletzt, geholfen habe ihm laut dem Vater auch niemand: „Obwohl mein Sohn am Boden lag und der andere auf ihn eintrat.“ Mehrere Stunden lang musste der Jugendliche im Krankenhaus behandelt werden, die Lippe wurde genäht, eine Hand geschient, außerdem waren Brustwirbelsäule und Rippen geprellt.

Die 14-Jährige soll den Angreifer angeheuert haben, ihren Klassenkameraden zusammenzuschlagen. Hintergrund soll Rache gewesen sein. Laut Staatsanwaltschaft-Sprecherin Tina Frimmel-Hesse werde wegen schwerer Nötigung, gefährlicher Drohung und Körperverletzung ermittelt. Vier Beschuldigte gibt es. Das Mädchen und ein weiterer Beschuldigter sitzen in Untersuchungshaft, die 14-Jährige seit Mitte Mai. Drei der Beschuldigten würden einer kriminellen Clique angehören.

Die Beschuldigte musste sich am Montag am Landesgericht Klagenfurt vor Richter Alfred Pasterk verantworten. Die Öffentlichkeit wurde von der Verhandlung ausgeschlossen.

Die 14-Jährige wurde zu drei Monaten Haft verurteilt. Die Haftstrafe wird ihr bedingt nachgesehen. Ihr junges Alter und das Schuldeingeständnis waren Milderungsgründe. Erschwerend war die Tatsache, dass sie dem Opfer wiederholt gedroht hatte.

Die Täterin und die Staatsanwaltschaft verzichteten auf Rechtsmittel.